Ein neues Kapitel, die lange Reise durch Queensland bis Brisbane

Zum zweiten Teil der Reise über Purnululu Nationalpark mit den Bungle Bungles zur Gibb River Road geht’s hier.

Sonntag, 9.8.26

Noch einmal geht es auf dem Stuart Highway bis Three Ways.

Der Stuart Highway, benannt nach dem Entdecker John McDouall Stuart, war die erste durchgehende Nord-Süd-Verbindung durch das australische Outback – eine rund 2.800 Kilometer lange Lebensader, die Darwin mit Adelaide verband, das isolierte Northern Territory erschloss und im Zweiten Weltkrieg zur strategisch entscheidenden Versorgungsroute für die Verteidigung Nordaustraliens wurde.

Banyan-Feige (Ficus benghalensis) in Mataranka

Three Ways  ist eine wichtige Straßenkreuzung im Northern Territory, etwa 25 Kilometer nördlich von Tennant Creek, an der der Stuart Highway auf den Barkly Highway trifft.
Hier zweigt die Route Richtung Osten nach Queensland (Barkly Highway/Barkly Tableland) vom Nord-Süd-Stuart-Highway ab – eine der wenigen Möglichkeiten, das entlegene Outback in Ost-West-Richtung zu queren.

An der Kreuzung erinnert ein Denkmal an John Flynn, den Gründer des Royal Flying Doctor Service, der die medizinische Versorgung im entlegenen Outback revolutionierte.

Heute ist Three Ways vor allem eine Roadhouse-Raststätte – ein wichtiger Tank- und Rastplatz für Reisende auf den langen, einsamen Strecken durch das australische Outback.

Sonntag, 9.8.26

Wir verlassen die Newcastle Rest Area zügig am Morgen und frühstücken in Renner Springs. Ich liebe dieses Roadhouse, denn es gibt hier einen 17 m langen Pool. Selbstredend dass ich mir diesen Genuss gönne. Das Wasser ist herrlich kalt und ich habe den Pool für mich.
Mittlerweile sind wir auf den Barkley Highway abgebogen und in östliche Richtung unterwegs.
Und nach einer Stunde wird es richtig gefährlich. Wir geraten in ein kilometerlanges unkontrolliertes Buschfeuer, die Flammen züngeln auf die Fahrbahn, die Sicht ist teilweise vollständig vom Rauch verdeckt und im Auto wird es richtig heiß.
Eine beängstigende Situation.
Am Barkley Homestead Roadhouse ist das Schlimmste überstanden. Auch andere Autofahrer berichten aufgeregt von ihren Erlebnissen und warnen alle, die in diese Richtung unterwegs sind.

Am Wonarah Bore auf einer Rest Area kann das Adrenalin abgebaut werden, ein schöner Übernachtungsplatz mitten im Busch.

Montag, 10.8.26

Die Grenze nach Queensland ist überschritten.

In Camooweal am Billabong des Georgina River gibt’s Picknick mit herrlicher Vogelwelt.

Mount Isa ist erreicht. Die Stadt ist berühmt für ihre Rodeo Veranstaltungen, die exakt gestern zu Ende waren🤗.

Dienstag  11.8.26

Wir haben die Nacht auf dem Moondarra Caravan Park in Mount Isa verbracht. Die Stadt ist geprägt vom Bergbau, nichts was uns länger hier hält.


Wir starten nach Cloncurry, wo es auf die Route 83 in Richtung Leichardt Lagoon geht, straight north, viele Kilometer Outback.

Interessant fanden wir die kleinen Termiten Pinnacles, die aussehen wie Friedhöfe.


Wir schaffen es bis zur Bang Bang Rest Area.

Kurz nach unserem Eintreffen kommt eine Frau auf uns zu und meint sie sei vom australischen Census (Volkszählung) und müsse alle registrieren, die auf der Rest Area übernachten. Es mussten 10 Seiten Fragen beantwortet werden.😅

Das sind Galahs (Rosakakadus) – wissenschaftlich Eolophus roseicapilla



Mittwoch,12.8.26

Über Normanton, wo es nicht mehr weit bis zur Carpentaria Bucht ist, fahren wir heute zur Leichhardt Lagoon.

Freshwater Crocodile, Crocodylus johnstoni 🐊
Spaltfußgänse (Anseranas semipalmata), auch bekannt als Magpie Goose
Der Apostelgarrulus (Struthidea cinerea)

Donnerstag, 13.8.26

Mount Surprise, im Atherton Tableland in Far North Queensland, wo wir heute übernachten, verdankt seinen Namen der plötzlichen Entdeckung einer geographischen Gegebenheit durch den Seefahrer und Entdecker Matthew Flinders im Jahr 1802.
Als Flinders während seiner Weltumsegelung die Küste der Gulf Country-Region kartierte und das Landesinnere beobachtete, tauchte die Erhebung unerwartet in der flachen, umliegenden Landschaft auf. Die Entdeckung kam so überraschend, dass Flinders den Hügel spontan Mount Surprise („Berg der Überraschung“) taufte.

Freitag, 14.8.26

Über die vulkanische Landschaft der Atherton Tablelands geht es vorbei am Mount Garnet (gefällt dem Schwaben der Name) zu den Millstone Waterfalls, die wohl breitesten in Australien .

Das waren wir nicht!
Der Jägerliest (auch Kookaburra oder Lachender Hans genannt) ist der größte Vertreter der Eisvögel und in den Eukalyptuswäldern Australiens heimisch

Das war heute eine Fahrt durch trockenes vulkanisches Gebiet in den Atherton Tablelands, ein bischen wie in Sizilien, bevor es dann ins Allgäu ging bei Millaa Millaa und im Regenwald endete mit dem Fallsdrive Millaa Millaa, Zille und den Elinjaa Falls.

Millaa Millaa
Cyathea, Becherfarn



Queensland, der Sunshine State fasziniert mich. Diese üppige Vegetation und das satte Grün sind unglaublich wohltuend nach all dem Staub und trockenem Outback.

Mount Bartle, der wohl höchste Berg in FNQ
🫡



Wir sind heute, Samstag 15.8.26 schon früh zu den Babinda Boulders gefahren.

Hier gibt es Kasuare

Die Kasuare (Casuarius) sind eine Gattung großer flugunfähiger Vögel aus der Gruppe der Laufvögel. Das Verbreitungsgebiet umfasst Neuguinea mit einigen Nebeninseln, wo Kasuare die größten Landtiere sind, sowie die australische Kap-York-Halbinsel. Der Name „Kasuar“ ist vom malaiischen Namen „kasuari“ abgeleitet.

Außergewöhnliche Naturkunst mit glatt geschliffenen riesigen Boulders, gefährlich wie uns die Schilder mitteilen, insbesondere der Devils Pool, in dem bereits 20 junge Menschen ertrunken sind.


Dennoch ist ein erfrischendes Bad im Hippy Pool ein Genuss und ohne Gefahr möglich.

Private Kunstsammlung
Australbuschhuhn
Grünrücken Nektarvogel
Bushstone Curlew

Sonntag, 16.8.26

Im Sunshine State regnet es die ganze Küste entlang. Wir stoppen in Innisfail zum Einkaufen und frühstücken…

… und wollten in Etty Bay auf den Campingplatz. Leider völlig ausgebucht.

In Cowley Beach können wir den letzten verfügbaren Platz auf dem Campingplatz buchen und ich muss sagen, dass ich diese Alternative sogar um Einiges besser finde. Ein richtig netter Campingplatz, sehr sauber und ein langer Strand. Hier kann man die Beine mal wieder bewegen.

Montag, 17.8.26

Riesige Zuckerrohrfelder

Der Lacey Creek Walk (im Djiru National Park bei Mission Beach) lässt sich gut mit dem Daintree Rainforest vergleichen, da beide Teil der UNESCO-Weltnaturerbe-Region Wet Tropics sind.

Diesen „Mini Daintree Rainforest“ sind wir, wie sich das gehört, im Regen gelaufen.

Mission Beach war unser nächster Stopp.

Bungle Bungles und Gibb River Road

Hier geht’s zum ersten Teil der Reise.

Im zweiten Teil wollen wir die spektakulären Bungle Bungles erkunden. Im link gibt’s für Interessierte eine gute Beschreibung bei wikivoyage.

Mittwoch, 22.7.26

In Spring Creek auf der Rest Area haben wir unser heutiges Ziel, bis zum Abzweig des Purnululu Nationalparks zu kommen, erreicht. Es ist ganz idyllisch hier am Fluss.

Donnerstag, 23.7.26

Gründlich durchgerüttelt und eingestaubt erreichen wir nach 3 Stunden das Visitor Centre des Purnululu Nationalparks. Einige knifflige Passagen und Furten waren zu bewältigen, allerdings war die Piste nicht so schlimm wie befürchtet und beschrieben.

Zwei Nächte verbringen wir auf dem Walardi Campground, wo wir die südlichen Highlights besichtigen, bevor es zwei Nächte auf den Kurrajong Campground geht, für die nördlichen Highlights.

Freitag, 24.7.26

Bungle Bungles Domes, einzigartiges Naturkunstwerk

Beehive Domes-Bienenkorbdome

Kathedral Gorge

Piccaninny Trail

Samstag, 25.7.26

Kungkalanayi Lookout auf dem Weg zum Kurrajong Campground.

Mini Palms Trail, einer der bislang schönsten und anspruchvollsten Wanderungen.

Lemon supreme
Golden Wattle
Spinifex Gras

Sonntag, 26.7.26

Osmand Lookout und Echidna Chasm

Ein Naturspektakel besonderer Art ist es die Echidna Chasm (deutsch: Schnabeligel Spalt), genau zu dem Zeitpunkt zu besichtigen, wenn die Sonne direkt darüber zieht. Das geschieht immer um 11 Uhr vormittags+- eine halbe Stunde, je nach Jahreszeit.

Osmand Lookout

Grevillea miniata
Daviesia quadrilatera
Kreuzritterwanze (Mictis profana)
Das stille Örtchen

Montag, 27.6.26

Noch einmal 70 km Wellblechpiste und Furten zurück auf den Highway. Brauchen diesmal fast 4 Stunden und bleiben auf der Spring Creek Rest Area, wie bei der Herfahrt. Es reicht für heute.

Dienstag, 28.7.26

In Halls Creek stocken wir noch einmal unsere Lebensmittel im teuren, aber gut sortierten IGA auf. IGA versorgt auch die kleinen, abgelegenen Orte mit dem Bedarf für das tägliche Leben, was doch lobenswert ist und von den Bewohnern sehr geschätzt wird.

Eine prima Idee finde ich mit diesem Truck umgesetzt. Es sind 3 Waschmaschinen und 3 Trockner darauf. Man kann hier umsonst seine Wäsche waschen und trocknen während des Einkaufs. Es soll der Begegnung dienen, damit die Leute sich näher kommen und unterhalten. Finanziert wird es durch einen Humanity Fonds. Ist das nicht toll?

Kennt ihr das, wenn man nicht mehr aufhören kann zu duschen?😊 In Fitzroy Crossing genießen wir diesen Luxus noch einmal auf der Campsite der Fitzroy River Lodge.

Wir erreichen morgen an der Windjana Gorge den Einstieg auf die Gibb River Road.

Mittwoch 29.7.26

Boab Quarry

An diesem traumhaften Spot, einer ehemaligen Kiesgrube, machen wir einen Badestopp im erfrischenden Wasser. Zum Bleiben ist es zu früh. Schade, ich fand es wunderschön.

Tunnel Creek bei Dimalurru, ist das älteste Höhlensystem Westaustraliens. Auf dem 750 Meter langen Weg watet man durch Süßwasserbecken in dem Süßwasser Krokodile leben und klettert auf Felsen, um Stalaktiten, Stalagmiten und Kalksteinriffe zu bestaunen. Ein bisschen Mut ist also Voraussetzung. Es waren 3 Freshies (Süßwasser Krokodile) in der Höhle.

Einstieg in den Tunnel Creek
Ausstieg aus dem Tunnel

Die Windjana Gorge ist heute unsere Endstation und  Übernachtungsplatz.

Auf der Sandbank in der Sonne liegen vier Salties beim Sonnenbaden
Saltie- Salzwasser Krokodil

Donnerstag, 30.7.26

Noch einmal wandern wir durch die Windjana Gorge und bewundern Natur und Salties.

Wir erreichen am Lennard River unseren westlichsten Punkt dieser Reise mit Einstieg in die Gibb River Road.

Eine staubige Angelegenheit
Der Queen Victoria Rock
Zum Vergleich 😁

Unser nächstes Ziel ist die Bell Gorge, die wir heute nicht mehr besuchen können. Ich muss mir wohl einen Virus eingefangen haben. Wir campen auf dem Silent Grove Campground nur wenige Kilometer entfernt von der Gorge. Das stille Örtchen in Reichweite 🫡.

Die Wasserfälle und der Badepool am Bell Creek zählen zu den schönsten entlang der Gibb River Road.

Freitag, 31.7.26

Wir haben die spektakuläre Landschaft der Bell Gorge sehr genossen. Sie ist Teil der Wunaamin Miliwundi Ranges. Berühmt ist sie für ihre atemberaubenden, mehrstufigen Wasserfälle, die mit ihren geschichteten Sandsteinklippen, die in ein großes, tiefes Becken münden, eindeutig die Hauptattraktion darstellen. Und darin zu schwimmen ist absolut traumhaft.

Jetzt wirds knifflig
Hier muss man runter kraxeln…
…und wieder hoch😅

In Imintji bleiben wir auf dem Community Campground, der uns sehr gut gefallen hat.  Gute Amenities und sehr sauber.

Samstag, 1.8.26

Das Art Centre sowie der Store in Imintji sind geschlossen.

Sinnbildlich dargestellt „Hier geht nichts mehr“

So genießen wir unsere erste Runde Schwimmen im Pool der Adcock Gorge.

Australier fahren lieber den Fußweg🤗
Grevillea excelsior, auch bekannt als Orangen-Flammen-Grevillea

Wir machen Halt an der Galvans Gorge, der am besten zugänglichen Schlucht entlang der Gibb River Road und schwimmen  im von Granitfelsen und üppiger Vegetation umgebenen Naturpool, genießen die belebende Frische unter einem tosenden, mehrstufigen Wasserfall und entdecken die uralten Wandjina-Felsmalereien.

…bevor wir zum Mc Barnett Roadhouse zum Tanken fahren.

…und wir sind hier nicht die Einzigen

Wir haben am Fire Spring Creek übernachtet, den Sternenhimmel mit der Milchstraße bewundert und den Wildpferden beim Grasen zugesehen.

Sonntag, 2.8.26

Die weitere Strecke ist ziemlich zäh, übles Wellblech, wir werden ordentlich durchgerüttelt.


Am Gibb River gibt es hervorragende Plätze, hier könnte man sehr gut mehrere Tage verbringen. Es steht noch so viel auf unserer To-do-Liste, wir beschließen später weiter zu fahren. Wir frühstücken ausgiebig, spazieren am Gibb River entlang…

…und fahren weiter bis zur Ellenbrae Station, die berühmt für ihre leckeren Scones ist.

Wir fanden die „leckeren“ Scones überbewertet. Werden sicher nicht zu Scones-Fans🤗 . Dafür war der Mango Frappé super.

Am Durack River auf einer Anhöhe finden wir den perfekten Platz zum Bleiben.

Beim Schlendern am Flussufer höre ich ein lautes Platschen. Ich weiß nicht wer mehr erschrocken ist, das Krokodil oder ich?🫢


Montag, 3.8.26

Ein herrlicher Morgen, wir können uns noch nicht vom Blick aufs Wasser trennen, als plötzlich ein ca. 4 Meter langes Saltie am anderen Flussufer an Land geht. Gebannt schauen wir zu und bewundern dieses urzeitliche Ungetüm, das uns von drüben anzugrinsen scheint.



Plötzlich greift ein Schwarzmilan einen Seeadler an, der deutlich größer ist als er selbst.
Es ist spannend am Ufer😊.

Schlangenhalsvogel

Unser erster Stopp heute ist bei den Bindoola Falls. Eine Granitfelsschlucht mit für uns nicht erreichbaren Wasserbecken, aber herrlichem Anblick. Es ist zu heiß und riskant dort hinunter zu klettern.

Auf der Weiterfahrt genießen wir die inspirierende Landschaft bei der Home Valley Station in der Cockburn Range, einer Region, in der Geist und Erbe der Aboriginal People noch lebendig sind.

Home Valley Station
Top Burger

Am Pentecoast River finden wir noch ein Plätzchen zum Stehen direkt am Wasser. Es ist schon ziemlich voll am frühen Nachmittag.


Dienstag, 4.8.26

Nachts war der Pentecoast River voller Leben. Gebannt lausche ich dem Plätschern vom Bett aus.

Schon sind wir auf einer unserer letzten Stationen auf der Gibb River Road, in El Questro, wo es noch Einiges zu erkunden gibt.

Am frühen Nachmittag fahren wir zur El Questro Gorge und wandern den anspruchsvollen Pfad zum Halfway Pool. Der weitere Weg würde zum Mac Micking Pool führen, hierfür muss man jedoch riesige Felsen erklettern. Nichts für uns.

Einzigartig, kristallklares Wasser, herrlich erfrischend

Mittwoch, 5.8.26

Heute Morgen standen die Zebedee Hot Springs auf unserem Programm. Wurde uns mehrfach empfohlen.

Wir sind nur kurz eingetaucht ins warme Wasser und gleich wieder geflüchtet. Zu voll!

Dafür hat uns die Amalia Gorge mit ihrem großen Becken, gespeist vom Wasserfall, sehr gut gefallen. Auch die Wanderung dorthin ist toll, trotz der beginnenden Mittagshitze gibt es immer wieder schattige Passagen und faszinierende Pflanzen.

Lavatera bicolor
Rosella

Donnerstag, 6.8.26

An unserem letzten Tag auf der Gibb River Road haben wir die Krönung der Gorges erklettert, die Emma Gorge. Ein anspruchsvoller Weg über viele Felsen bis zum schönsten, größten und kühlsten Granitfels Naturpool und wahrhaftig beeindruckenden Wasserfall.

Erster Pool…
…weiter geht’s
Geschafft 😅
Fringe Myrtle
Pink Mulla Mulla

Nun sind wir zurück in Kununurra und haben viele Kilometer vor uns bis zur Ostküste.

Die Erlebnisse und Natur auf der Gibb River Road und den Bungle Bungles waren unglaublich schön. Wir schätzen uns glücklich, dass wir das erleben durften.

Nachdem wir nun die übelsten Pisten hinter uns haben, ist es mir ein Bedürfnis ein paar Worte zum Aussi Toyo zu schreiben. Dieses fantastische Fahrzeug hat uns ohne Probleme durch alle Flüsse gefahren, Steine, Sand, tiefe Gräben bewältigt, eingematscht und eingestaubt worden und dennoch ohne Murren einfach gemacht was es soll. Wir haben stürmische Tage, Regentage und extreme Hitze verbracht, den herrlichen Blick vom Bett aus genossen und das Auto ins Herz geschlossen.

So, genug Pathos, aber das musste sein.🤗

Und eine Erkenntnis möchte ich noch anschließen: Egal wie groß das Wasserloch, der Pool, der Gumpen ist, egal wie steil und anspruchsvoll der Walking Trail, ein bis drei Schwimmnudeln hat der Australier immer im Rucksack.😂

Freitag, 7.8.26

Eine lange Fahrt liegt hinter uns. 60 km vor Katherine gibt’s den Nachmittagskaffee auf der Limestone Rest Area, unserem heutigen Übernachtungsplatz.

Samstag, 8.8.26

In Katherine werden die Vorräte aufgestockt und der Aussie Toyo erhält eine Dusche.

Wir eröffnen ein neues Kapitel. Im dritten Teil geht es zur langen Reise durch Queensland nach Brisbane.

Australien der Norden und Red Centre

Wir tauchen nach 14 Stunden Flug durch den grauen Wolkenhimmel von Singapur, wo wir 5 Stunden Aufenthalt haben. Nach weiteren 8 Stunden Flug begrüßt uns Brisbane mit aufgehender Sonne.

Unser Gepäck können wir im Hotel Adina, direkt an der Central Station abgeben und dann geht’s durch die quirlige Innenstadt zu Fuß direkt ins Goma, dem Museum of Modern Art

Am Brisbane River sitzend mit einem Glas Weißwein und Eiskaffee lassen wir die Stadt auf uns wirken und kehren dann ins Hotel zurück.

Dienstag 16.6.26

Um 4 Uhr packen wir zusammen und fahren mit dem Zug zum Domestic Airport, wo uns Qantas nach Darwin bringt. Die Distanzen auf diesem Kontinent werden einem hier nochmal bewusst. Ich staune über die vielen Flussläufe und Sümpfe und wir tauchen nun ins tropische Klima des Northern Territory ein. Mit Mietwagen geht’s zur Airbnb Wohnung, wo wir Max und Laura treffen und endlich nach nochmal 3 Monaten wieder in die Arme schließen können. Wenigstens für einen Tag.

Beim Grillabend tauschen wir Neuigkeiten und Infos aus.

Mittwoch, 17.6.26

Der Aussi Toyo muss noch einmal in die Werkstatt um verschiedene Verschleißteile zu erneuern. Und anschließend geht es für unsere beiden Traveller schon zum Flughafen 😢 und nach Singapur.

Es fällt mir schwer loszulassen 😔

Donnerstag, 18.6.2026

Der Toyo ist voll gepackt, es kann losgehen Richtung Kakadu Nationalpark. Bei einem Abstecher zum Fogg Dam bekommen wir eine Vorstellung von den Ausmaßen der Wetlands und sehen unser erstes Krokodil.

Wir fahren bis kurz vor die Grenze des Kakadu Nationalparks auf den Campingplatz Bark Hutt Inn, rustikal, ohne Parzellen und dann beginnt das große Verstauen aller mitgebrachten Gegenstände und Kleidung und unserer Einkäufe.

Freitag, 19.6.26

Rechtzeitig mit Eintreffen im Kakadu Nationalpark endet der morgendliche Regen.

Wir fahren bis zum Merl Campground, denn von hier kann man die weltweit einzigartigen Aborigines Felszeichnungen und Cahills Crossing besichtigen.

Über den Alligator River kann man eigentlich mit dem Auto fahren, nur aussteigen sollte man nicht.

Ubirr

Bezaubert von der grandiosen Landschaft, den Felsformationen und fasziniert von den beeindruckenden Felsmalereien kehren wir zurück zum Camp, wo wir Opfer der Moskitos werden.

Samstag, 20.6.26

Auf dem Kakadu Highway geht es heute zum Mordugal Campground weiter. Auch ein Bushcamp mit Duschen umgeben von Billabongs.

Billabong ist ein in Australien verwendeter Begriff aus der Sprache der Aborigines für ein Gewässer, wie beispielsweise einen versickernden Flussarm oder ein Wasserloch in einem Flusslauf, das sich ähnlich einem Wadi in der Regenzeit mit Wasser füllt und während der Trockenzeit mehr oder minder stark austrocknet.

Quelle Wikipedia

Sonntag, 21.6.26

Wir brechen früh auf zu den Lower Ikoymarrwa Falls auf den Kakadu Highway Richtung Pine Creek. Ich fahre, um mit dem Toyo vertrauter zu werden, auch die Offroad-Strecke zu den Wasserfällen hoch. Es gibt mir die Sicherheit auch mit solchen Situationen im Notfall zurecht zu kommen.

Selbstverständlich muss ich eintauchen ins erfrischende Nass.

Endstation heute ist der Coomalie Van and Camp Park am Stuart Highway.

Montag, 22.6.26

Für den Litchfield Nationalpark mit Buchung der Campsites Central Valley ist die Abholung eines Schlüssels für das Gate obligatorisch. So fahren wir am Vormittag nach Berry Springs und erledigen das. Außerdem ist ein gültiger Nationalpark Pass (online buchbar) Vorraussetzung,

Bleiben bis morgen auf dem Tumbling Water Campingplatz.

Dienstag, 23.6.26 bis 26.6.26

120 km durch den Litchfield Park, mit Badestopp bei den Wangi Falls

…und wir erreichen den Lookout aufs Escarpment des Central Valley. Leider haben wir das falsche Gate erwischt und sind 5 km auf ziemlich steiniger Piste zu den Campsites N°1 gefahren, die wir erst für die nächsten zwei Tage gebucht haben. Also mussten wir die Strecke wieder zurück fahren und durchs richtige Gate zur Campsite N°3. Zum Glück ist diese Zufahrt einfach.

Hier gibt es Stufen im Fluss mit kristallklaren Pools in denen man herrlich baden kann bei optimaler Wassertemperatur.

Mein Tipp: Picnic area mit Creek walk bis zu einem kleinen Wasserfall, der ein großes Felsbecken speist in dem man herrlich schwimmen kann.

Noch einmal rumpeln wir zur Campsite N°1 und verbringen zwei entspannte Tage.

Vorsicht! Diese Spinnen bauen ihr Nest über den Pools

Freitag, 26.6.26

Bevor wir den Schlüssel in Bachelor abgeben müssen, um unsere 250$ Deposit zurück gebucht zu bekommen, schauen wir uns die Florence Falls an und gehen den Shady creek walk bis zum Plunge Pool, wo man herrlich schwimmen kann.

Bei den Robin Falls gesellen wir uns zu vielen anderen Campern, denn hier kann man umsonst über Nacht stehen.

Samstag, 27.6.26

Alle frischen Vorräte sind aufgegessen, so steuern wir heute Katherine an auf unserem langen Weg ins Zentrum und bleiben auf dem Discovery Campingplatz, denn hier gibt es auch Waschmaschinen.

Kleiner fun fact

Ich war heute eine Flasche Wein kaufen. Zuerst traf ich im Liquorstore auf einen Polizisten. Er wollte meinen Führerschein sehen. Okay kriegt er, dann wollte er wissen ob ich einem Ban (also ob ich einem Verbot) unterliege. Ich musste lachen und meinte, dass ich nur einen Rotwein zum Kochen kaufen möchte. Hat ihn wohl überzeugt. Suche dann einen carton (Karton) aus, der aber unter Verschluss ist, gehe zur Kasse und frag ob sie öffnen können. Konnten sie nicht, da erst ab 14 Uhr Kartons verkauft werden 🤗. Wollte schon gehen, da hab ich vorsichtshalber noch gefragt ob das auch für Flaschen gilt. Nein, Flaschen können gekauft werden.

Andere Länder andere Gesetze😂

Sonntag, 28.6.26

Bevor wir uns weiter Richtung Süden begeben, fahren wir zum Visitor Center im Nitmiluk Nationalpark. Hier kann man die beeindruckende Katherine Gorge besichtigen wahlweise per Boot oder Helikopter.

10 min. Helikopter Flug direkt bei HeliSpirit gebucht ist mit 119$ (73€) die günstigste Variante.

Die Boots Cruises variieren zwischen 90 und 200$ für 1,5 Std.

Wir verzichten auf Beides und fahren weiter bis Mataranka zu den Bitter Springs Thermal Pools im Elsey Nationalpark.

Montag, 29.6.26

Let’s go south.

In Daly Waters schauen wir uns den berühmten historischen Pub an und frühstücken.

Eine schnelle Abkühlung in Renner Springs im 17 m langen Pool war eine willkommene Abwechslung.

Wir schaffen es bis zum Threeways Roadhouse, wenige Kilometer vor Tennant Creek.

Die Vegetation hat sich völlig verändert. Wir befinden uns nicht mehr in tropischen Breitengraden sondern in der Salzbuschsteppe. Aus der Asche des Baumes kann Salz gewonnen werden, daher der Name. Der Salzbusch ist äußerst robust und eine wichtige Nahrungsmittelquelle für Rinder und Schafe, denn hier fallen nur 250 mm Niederschlag im Jahr

Dienstag, 30.6.26

Weitere 500 km sind zu bewältigen bis kurz vor Alice Springs, wo wir auf einem Rastplatz übernachten wollen. Morgen ist im Northern Territory großer Feiertag, da sind vermutlich die Plätze in der Stadt voll und laut.

Kleine Kunstpause in Aileron

Mittwoch, 1.7.26

Sind heute für die Cracker night in Alice Springs auf dem Campingplatz.

Die Unabhängigkeit des Northern Territory wird heute gefeiert.

In ganz Australien sind private Feuerwerke strengstens verboten. Das Northern Territory macht am 1. Juli jedoch eine legendäre Ausnahme. Erwachsene dürfen an diesem Tag zwischen 9:00 und 21:00 Uhr ohne Genehmigung Böller und Raketen kaufen und diese zwischen 18:00 und 23:00 Uhr legal zünden.
Überall im Territorium – von Darwin im tropischen Norden (Mindil Beach) bis hinunter nach Alice Springs im roten Zentrum – gibt es riesige, kostenlose Gemeinschaftsfeste, Live-Konzerte mit bekannten australischen Künstlern und gigantische, offizielle Pyrotechnik-Shows.

Donnerstag, 2.7.26

Im Finke Gorge Nationalpark haben wir für zwei Nächte einen idyllischen Campingplatz im Palm Valley, direkt am Fluss inmitten wunderschöner Landschaft. Hier sieht man auch wieder einen Himmel voller Sterne ohne Lichtverschmutzung.

Simpson Gap im Mac Donnels Nationalpark auf dem Weg zum Palm Valley

Campsite im Palm Valley

Freitag, 3.7.26

Wir brechen vor dem Frühstück auf bis ans Ende des Palm Valley, wo es nur noch zu Fuß weiter geht auf dem Arakaia Trail. Die 4 km Steinpiste sind hart, belohnt wird man auf dem Walking Trail mit spektakulärer Landschaft. Die Red Palms, die hier wachsen sind erstaunlich, denn für diese aride Region atypisch.

Samstag, 4.7.26

Es hat die ganze Nacht geregnet. Da wir sowieso in Richtung Alice Springs fahren müssen um zum heutigen Campsite Ellery Springs zu kommen, fahren wir gleich direkt in die Stadt, gehen essen, kaufen einen Schirm und schauen uns die Araluen Kunstgalerie an.

Es gibt neben der indigenen Dauerausstellung auch eine Beanie Ausstellung zum Beanie Festival das hier jährlich stattfindet.🎎
Völlig verrückte Kunstwerke für den Kopf

Traditionelle Aborigine Kunst

Sonntag. 5.7.26

Auch diese Nacht am Ellery Creek war kalt und feucht. Am Morgen etwa 3°Grad.

Serpentine Gorge

Orchre Pits, wo die Ockerfarben für Zeremonien und Kunstwerke von den Aborigines entnommen werden dürfen. Für alle Anderen werden 5000$ Strafe fällig.

Bevor wir zur Redbank Gorge, unserem heutigen Übernachtungsplatz fahren, schauen wir uns noch die Ormiston Gorge an…

…und überqueren den ältesten Fluss der Erde, den Finke River.

Die Sonne scheint wieder und wir können unsere Sachen trocknen.

Ist es zu glauben, dass die West Mac Donnels Ranges 450 Millionen Jahre alt sind und ursprünglich höher als der Himalaya waren? Auf alle Fälle ein absolut grandioses Stück Natur.

Montag, 6.7.26

246 km bis zum Kings Canyon sind heute zu bewältigen. Wir wurden auf „very corrugated“ roads vorbereitet auf dem Meerenie Loop, der es erlaubt eine Abkürzung durch Aborigine Land zu nehmen. Hierfür haben wir uns in Hermannsburg ein 3 Tage gültiges, kostenpflichtiges Permit geholt (6,50 $).

Doch zuvor laufen wir noch durchs Flußbett und Geröllfelder bis zur Redbank Gorge.

Mereenie loop

Am Nachmittag erreichen wir Kings Canyon im Watarrka Nationalpark und nutzen die letzten Sonnenstrahlen für den Walk durch die Schlucht.

Die Nacht verbringen auf der Desert Oaks Rest Area, etwa 180 km vor Uluru.

Dienstag, 7.7.26

Nach kalter Nacht freuen wir uns über die ersten Sonnenstrahlen und machen uns auf den Weg zum Lassiter Highway und weiter zum magischen Uluru, früher Ayers Rock genannt. Da dieser Ort ein spiritueller und kultureller Ort für die Aborigines darstellt, wird heute nur noch der traditionelle Name verwendet.

Die Entstehung des Uluru (früher oft Ayer’s Rock genannt) lässt sich in drei einfachen Schritten zusammenfassen:
* Ablagerung im Meer (vor ca. 550 Millionen Jahren): Wo heute die australische Wüste ist, lag damals ein riesiges Binnenmeer. Von umliegenden Bergen wurden enorme Mengen an sandigem Gestein (Arkoseschwemmfächer) ins Meer gespült, die sich am Boden absetzten und über Jahrmillionen zu einer dicken, harten Sandsteinschicht zusammengepresst wurden.
* Faltung und Aufrichtung (vor ca. 300 Millionen Jahren): Gewaltige Bewegungen der Erdkruste drückten die Region zusammen. Dabei wurde diese ehemals waagerechte Sandsteinschicht um fast 90 Grad gekippt – sie steht heute also quasi senkrecht wie ein gigantischer, unterirdischer Keil im Boden.
* Erosion (bis heute): Das Meer verschwand und das weichere umliegende Gestein wurde über Millionen von Jahren durch Wind und Regen abgetragen. Da der Sandstein des Uluru extrem hart und kompakt ist, blieb er als massiver Rest (ein sogenannter Inselberg) stehen.
Was wir heute sehen, ist also nur die Spitze eines gigantischen, tief in die Erde reichenden Sandsteinriegels, dessen charakteristische rote Farbe durch die Verwitterung von Eisen (Rost) im Gestein entsteht.

Wir sind für 3 Nächte auf dem Yulara Campingplatz untergebracht und genießen die heiße Dusche.

Mittwoch, 8.7.26

Am Morgen regnet es wieder und wir besuchen das sehr interessant gestaltete Cultural Centre der Ananga Aborigines und fahren dann zu den Kata Tjuta Felsendomen, auch Olgas genannt.

Das Valley of the Winds bildet den Abschluss des Tages.

Donnerstag, 9.7.26

Der Morgen fühlte sich winterlich an mit dichtem Hochnebel. Wir möchten heute den Uluru umrunden und die Walks zu den Waterholes laufen.

Der Nebel sorgt für eine mystische Stimmung, eine Besonderheit am  Uluru ☺️.
Mala Walk
Mutitjulu Waterhole

Freitag, 10.7.26


Uluru war unser südlichster Punkt auf dieser Reise und definitiv jeden Kilometer wert. Wir haben viel über die Aborigines gelernt und dennoch ist es nur ein kleiner Einblick in ihre Kultur und Lebensphilosophie.

Tjukurpa Regeln des Zusammenlebens


Wir sind wieder auf dem Stuart Highway und haben für heute das Rainbow Valley als Übernachtungsplatz ausgesucht. 

Erldunda Roadhouse

Auf dem Mushroom Walk geht es zum Mushroom Rock, eine skurrile Felsformation inmitten wunderschöner Landschaft und herrlicher Ruhe.

Shrubby Groundsel
Claypan (Lehmpfanne)
Prostanthera ovalifolia – Minzstrauch
Wüstenmelonen

Der Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung war faszinierend.


Samstag, 11.7.26


Immer wenn ich denke, das war die kälteste Nacht, wird es noch ein wenig kälter.

Heute wollen wir ins Owen Springs Conservation Reserve fahren, nicht weit entfernt vom Rainbow Valley.
Wir kommen etwas verspätet los, denn wir treffen Denise, eine absolut beeindruckende Frau, die Sexualkundeunterricht für Aborigine Kinder gibt.


Im Bushcamp am Redbank Waterhole finden wir einen perfekten Platz mit Feuerstelle.

Kartoffel -Karotten-Zwiebel-Puffer, die letzten Reserven


Sonntag, 12.7.26 und Montag. 13.7.26


Der Himmel am Morgen ist wie ausradiert, kein Wölkchen zu sehen. Wir entfachen noch einmal unser Lagerfeuer um die Füße aufzutauen und machen uns auf den Weg nach Alice Springs, wo wir unsere Vorräte aufstocken und das Auto von der roten Erde befreien.

Dienstag, 14.7.26


So, weiter geht’s zu den East Mac Donnels.
Wir machen Halt bei Jessie Gap


Corrobee Rock, der für die Arrente People eine Funktion wie bei uns eine Kirche hat. Ein imposanter Fels umgeben von Wildblumen und wilden Obstbäumen.


Zum John Hayes Rockhole sind es 4 km harte Steinpiste.

Die 3 Campsites liegen idyllisch umringt von Hügeln und Felswänden. Wir wandern zum Rockhole …

…und Lookout, der einen fantastischen Ausblick auf die Umgebung bietet.
Wir hatten alle drei Plätze für uns und eine absolut ruhige Nacht mit einem fantastischen Sternenhimmel.


Mittwoch, 15.7.26


Zum Aufwärmen wandere ich am Morgen den felsigen Pfad hoch zur Schluchtkante.

Adrenalin geschwängert stehe ich am Rand und schaue in den Schlund der Schlucht. Zeit zurück zu kehren.
Der tapfere Toyo kämpft sich die 4 km zurück durch Flussbetten zum Ross Highway. Wir besuchen heute die 50 km entfernt liegende Arltunga Historic Site, ein ehemaliger Goldgräber Minenort.


Die Landschaft der East Macs ist bezaubernd, gefällt uns fast besser als die West Macs.
Der Trephina Gorge Campingplatz war eine gute Wahl, die Schlucht ist beeindruckend.

Donnerstag, 16.7.26

Wir klettern am Morgen zum Schluchtrand der Trephina Gorge damit uns wieder warm wird.

Wickhams Grevillea

Bevor es noch einmal nach Alice Springs zum Tanken und Reifen aufpumpen geht, schauen wir uns noch den letzten Gap an.

Emily Gap

Und nun geht es immer weiter Richtung Norden, wo es wärmer wird.

Freitag, 17.7.26


Wir haben es bis Barrow  Creek geschafft, wo die alte Telegrafenstation liegt. Wir campen eingerahmt vom Mt. Gwynne.


Die Nacht war sehr stürmisch, wir halten uns am Morgen nicht lange auf und fahren bis Karlu Karlu, wo die Devils Marbles schon von Weitem im Morgenlicht leuchten.
Wie immer fasziniert es mich, wenn die Natur solche Kunstwerke schafft.

Sturt’s Desert Rose
Fleischwurst 🤔


Karlu Karlu / Karlwekarlwe (Devils Marbles)
* Ein heiliger Treffpunkt: Diese spektakulären, runden Felsen sind ein bedeutender und heiliger Treffpunkt für vier lokale Aborigini-Gruppen (Kaytetye, Warumungu, Anmatyerre und Alyawarr). In den Felslöchern sammelt sich bei Regen lebenswichtiges Wasser.
* Bedeutung in der Traumzeit: Der Name bedeutet wörtlich „runde Objekte“. Für die Ureinwohner ist es jedoch ein zutiefst spiritueller Ort voller geheimer Traumzeitstätten und Geschichten, von denen die meisten Ausstehenden verborgen bleiben.

Über Tennant Creek geht es nach Elliot.

Elliott sah trostlos aus und der Midland Campingplatz war niederschmetternd bewertet. So haben wir noch einmal wild gecampt am Newcastle Waters Restcamp.

Abendstern mit Mond

Samstag, 18.7.26

Wir waren nicht die Einzigen, die nicht in Elliot campen wollten.

Um die Mittagszeit erreichen wir Mataranka und entspannen unsere Muskulatur nach zwei Tagen im Auto im herrlichen Thermalpool. Auch hier sind wir nicht die Einzigen, die in diesen Genuss kommen wollen.

Sonntag, 19.7.26

Wir sind auf dem Victoria Highway in Richtung Westen nach Kununurra unterwegs.
Im Judbarra-Gregory Nationalpark am Sullivan Creek Campground entscheiden wir beim Kaffee hier zu bleiben. Es liegt schön am Fluss, das Wasser sieht einladend aus, nur leider teilen die Krokodile ihr Ressort nicht gerne mit uns.


Montag, 20.7.26

Frühstück gibt es an der Old Victoria Crossing (die ehemalige Überfahrtstelle über den Fluss).

Heute heißt es alles an Obst, Gemüse, Eiern aufzubrauchen, denn wir verlassen das Northern Territory und sind dann wieder in Western Australia.

Old Victoria Crossing

Kununurra ist der letzte Ort, in dem man sich für die nächsten etwa 14 Tage versorgen kann.

Wir wollen die Gibb von West nach Ost befahren, werden also eine zeitlang ohne Mobilfunkempfang sein.

Die Gibb River Road durch die Kimberleys ist eine der beliebtesten Outback Strassen in Westaustralien. Der grösste Teil ist nicht asphaltiert und die Schotterstrasse verläuft durch die wunderschöne Landschaft der Kimberley Region. Entlang der Gibb River Road führen immer wieder Seitenstrassen zu Nationalparks, Schluchten, Wasserfällen und anderen Sehenswürdigkeiten.

660 Kilometer Strecke (ohne die Abstecher) von Derby nach Kununurra in Westaustralien.

Die Strasse wurde gebaut um Vieh von den entlegenen Farmen zum Hafen von Wyndham oder Derby zu transportieren. Es gibt weder grössere Versorgungsorte oder Einkaufsmöglichkeiten, noch Mobilfunk Empfang.

Die Landschaft der Kimberleys ist geprägt durch seine faszinierenden Affenbrotbäume.

Hier werden sie Boab genannt

Die Ursprünge des Affenbrotbaums in Australien sind von Geheimnissen umwoben; zwei führende Theorien versuchen, seine Ankunft in der Kimberley-Region zu erklären.

Die erste Theorie besagt, dass Affenbrotbäume Überbleibsel des Urkontinents Gondwana sind. Vor über 100 Millionen Jahren waren Australien, Afrika und Madagaskar Teil dieser riesigen Landmasse. Als Gondwana auseinanderbrach, entwickelten sich die Vorfahren der Affenbrotbäume vermutlich unabhängig voneinander und passten sich über Millionen von Jahren an die besonderen Bedingungen der Kimberley-Region an.

Die zweite Theorie besagt, dass die Samen des Affenbrotbaums durch Meeresströmungen von Afrika nach Australien gelangten. Die enge genetische Verwandtschaft des Baumes mit afrikanischen und madagassischen Affenbrotbäumen stützt diese Annahme. Die Samen könnten dank ihrer schwimmfähigen, schützenden Samenkapseln lange Seereisen überstanden haben.

Neuere Studien schlagen eine interessante Alternative vor: Menschen könnten die Samen des Affenbrotbaums nach Australien eingeführt haben. Frühe menschliche Wanderungen aus Afrika vor etwa 70.000 Jahren könnten die Samen als wertvolle Nahrungsquelle mitgebracht haben.

Quelle: truenorth

Bis wir alles beisammen haben verbringen wir den heutigen Tag noch in Kununurra.

Wir fahren das Ivanhoe Crossing mit erhöhter Herzfrequenz…
…und schauen uns die Lily Creek Lagoon mit dem umgebenden sehr schönen Park an.

Im Coles Supermarkt stocken wir Lebensmittel und Wasser auf und sind nun gut versorgt.

Abendspaziergang im Mirima Nationalpark, direkt am Campingplatz

Im zweiten Teil unserer Reise geht es weiter mit dem Purnululu Nationalpark und den Bungle Bungles bevor es auf die Gibb River Road geht.

Zurück nach Perth

Zum zweiten Teil geht’s hier entlang

Mittwoch, 11.3.26

Gemütlich machen wir uns auf den Weg von Carnarvon Richtung Kalbarri. Mit einem Abstecher in den Nationalpark zum Murchison River.

Hier gibt es wieder unzählige Fliegen

Donnerstag, 12.3.26

Und am nächsten Tag gleich nochmal früh morgens solange es noch kühl ist.

Wir beginnen mit ZBend, hier hat der Murchison River die Form eines Z…

Spuren der ersten an Land gekrochenen Tiere

…klettern anschließend zum Natural Window...

Leibesübungen am Felsüberhang

…und beenden die morgendliche Tour am atemberaubenden Skywalk.

Die Küstenstraße nach Horrocks, wo wir heute und morgen übernachten, führt an der Hutt Lagoon vorbei mit ihrem Pink Lake.

Das Pink des Sees kommt durch eine grüne Algenart zustande, die in Kombination mit hohem Salzgehalt, hoher Temperatur und starkem Lichteinfall Beta-Carotin produziert um sich gegen den starken Lichteinfall zu schützen. Diese Alge trägt den Namen Dunaliella salina. Hier an der Hutt Lagoon wird sie sogar gezüchtet und zwar vom weltweit größten Chemiekonzern BASF. Das von der Alge produzierte Beta-Carotin wird nämlich beispielsweise für Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittelfarbe verwendet. Aus diesem Grund hat genau dieser wundervolle See einen riesigen Vorteil: Er ist garantiert immer farbig.

Horrocks, ein netter kleiner Küstenort

Samstag, 14.3.26

Nur wenige Kilometer von Horrocks entfernt liegt die Willi Gulli Höhle der hiesigen Nanda Aborigines. Die Felszeichnungen zeigen ihre Traditionen, Ideen und Werte.

Port Denison war unser eigentliches Ziel heute. Wir haben jedoch Warnungen bekommen wegen Buschfeuer. Ich hole Snacks in der dortigen Bakery und unterhalte mich mit einer Anwohnerin, die ihr Auto fertig gepackt hat und bereit zum Verlassen ihres Hauses ist.

Planänderung! Wir fahren wieder auf den Highway und sehen die Feuer aus der Ferne. Die Straßen zum Strand sind bereits geschlossen. Um in möglichst sicherer Entfernung zu sein steuern wir nun Green Head an, ca. 150 km südlich, in der Dynamite Bay gelegen. Ein entspannter kleiner Ort.

Heute ist oversize day auf dem Highway
Buschfeuer aus der Ferne

Green Head war eine gute Wahl, der Ort liegt in malerischer Landschaft und der 3Bays Walk ist richtig schön und tut so gut, nach den vielen Stunden sitzend im Auto. Wir verlängern unseren Aufenthalt um eine Nacht.

Dynamite Bay
…und 3Bays walk

Montag,  16.3.26

Der Morgen ist perfekt für eine Runde schwimmen in der Dynamite Bay. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Sandy Cape geht es heute bis Jurien Bay auf den Caravan Park. Wir nähern uns Perth, die Infrastruktur ist hier sehr auf Tourismus ausgelegt und die öffentlichen Anlagen sehr gepflegt.

Der Skaterpark lässt keine Wünsche offen
Eine tolle Idee, seine Asche in einer Kugel zu versenken auf der anschließend Korallen waschsen können. Rest in reef🌊

Donnerstag,  19.3.26

Zeit weiter zu reisen nach 3 entspannten Tagen in Jurien Bay. Es ist unser letzter Aufenthalt vor Perth hier in Cervantes.

Der Ort erhielt seinen Namen nach dem 1844 hier untergegangenem Schiff, das nach dem Autor Miguel Cervantes mit seinem weltweit bekannten Don Quixote benannt wurde.

Wir treffen hier Heide und Jochen, die zwei Schwaben, die wir zu Beginn unserer Reise kennen gelernt haben.

Caravan Park Cervantes
Top amenities
Thirsty Point

Freitag, 20.3.26

Am Morgen ist alles feucht und in Nebel gehüllt.

Geplant ist heute im Nambung Nationalpark den Pinnacle Desert zu erkunden. Wir packen gleich nach dem Aufstehen zusammen, mit dem Gedanken, dass die Pinnacles bei Nebel und Wolken sicher auch sehr interessant aussehen.

Hier wurden die verschiedenen Theorien zu ihrer Entstehung gesammelt.

Ich staune und fotografiere, fasziniert von diesem Anblick.

Frühstück gabs an der schönen Hangover Bay.

Und am Lake Thetis konnten wir noch einmal Stromatolithen aus der Nähe betrachten.

Samstag, 21.3.26

Auf dem Caravan Park ist die Hölle los jetzt am Wochenende. Und wir finden Ruhe und Entspannung noch einmal in den Pinnacles.

Okay, genug👋

Am Ende sahen wir noch dieses Männchen.

Sonntag, 22.3.26

Geschafft! Am frühen Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft in Perth.

Unterwegs besuchten wir den Yanchep Nationalpark, ca. 60 km nördlich von Perth und schauten uns die dort lebenden Koalas und Kakadus an. Ich füge nach dem vielen Blau nun etwas Grün dazu.

Darstellung der früheren Lebensweise der Aborigines
Leider kann man mit dem Smartphone keine gelungenen Fotos von Koalas machen
In gepflegter Atmosphäre unserer Sweet home Unterkunft zu speisen war auch mal wieder schön.

Montag,  23.3.26

Frühmorgens haben wir das Auto in die Werkstatt gebracht und sind dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren. Das Western Australia Museum und die Boola Bardip Ausstellung über das Leben und die Geschichte der Aborigines waren erstklassig.

Museumsgebäude im modernen Teil
Die Aborigines gewinnen immer mehr an Bedeutung mit ihrem Wissen zum Umgang mit der Natur
Skellet des Blauwals mit 30 m Länge!

Ich bin zwar kein Stadtmensch, aber Perth gefällt mir gut. Insbesondere der öffentliche Nahverkehr funktioniert super und ist günstig.

Dienstag, 24.3.26

Trockentauchen im Aquarium, unser Vormittagsprogramm…

…und am Nachmittag Botanischer Garten im Kings Park

…mit herrlichem Ausblick auf Perth.

Mittwoch,  25.3.26

Fantastische Ausstellung in der Art Galerie und Sightseeing am Elisabeth Quay, unser Programm für heute.

Foley präsentiert die „Hedonistic Honky Haters“, eine Aktivistengruppe, die in den 1960er Jahren als Reaktion auf den amerikanischen rassistischen Ku-Klux-Klan gegründet wurde. Mit einem subversiven und strategisch aufrüttelnden Ansatz greift sie auf die Kutte und die kegelförmige Kapuze des Klans zurück, um Reflexionen über die Gewalt gegen People of Color in den Vereinigten Staaten, Australien, Afrika und anderswo anzuregen. Dieses Werk hinterfragt die vorherrschenden Darstellungen von Rasse, die von den Medien, Nutzern sozialer Netzwerke und Machthabern im Laufe der Geschichte verbreitet wurden. Es lenkt zudem die Aufmerksamkeit auf extern auferlegte Konstruktionen der Identität der Aborigines, die Foley aktiv ablehnt.

Samstag, 28.3.26

Zwei schöne Tage mit Max und Laura gehen zu Ende und wir verlassen Australien in Richtung Singapur. Wir drücken den Beiden die Daumen für eine schöne Zeit und nochmals tolle Erlebnisse.

Western Australia war unglaublich  schön. Traumstrände, weite Landschaften, gigantische Bäume, faszinierende Natur und offene, freundliche Menschen, die uns immer mit einem Lächeln begegnet sind. Das macht den Unterschied.

C ya!

Und weiter geht´s nach Singapur, hier entlang.

Durchs Outback an die nördliche Küste zum Ningaloo Reef

Hier geht’s zum ersten Teil der Reise.

Dienstag,  10.2.2026

Wir sind zurück in Esperance und genießen den Luxus einer Campkitchen, Duschen und Waschmaschine.

Auch das Auto wird gut durchgespült, denn es liegt ein dickes Regengebiet über dieser Gegend. Leider ist der Toyo nicht ganz dicht. An manchen Stellen dringt Wasser nach innen. Nicht allzu schlimm.

Wir brechen schon um 7 Uhr auf und nutzen die Regen Lücke.

Auf dem Historic School Trail geht es über Grass Patch (Grasfleck)…

…und Salmon Gums (Lachsgummi) nach Norseman. Wer sich diese Namen wohl ausgedacht hat?

Planänderung. Wir wollten von Norseman nach Hayden, den berühmten Wave Rock besichtigen. Die letzten Tage hat es jedoch so viel geregnet, dass viele Pisten überflutet sind und unsere Strecke gesperrt war.

Wir haben in Norseman ein Paar gesehen,  die ihr Auto von innen und außen putzen mussten🙄.

Hier gibts Infos zu Kalgoorlie

Wir fahren deshalb weiter nach Kalgoorlie zu Kaffee und Snack und spritzen dort das Auto ab.

Über Menzies geht es nach Osten zum Skulpturen Park Lake Ballard. Wir wurden gewarnt, dass es hier so heiß ist, dass das Brot in einer halben Stunde in der Plastiktüte austrocknet und dass man sich immer wieder runterkühlen muss, hier in der Wüste.

Wir erleben das krasse Gegenteil.

Die Straßen stehen unter Wasser
Mystische Stimmung am Lake Ballard
Die Skulpturen kann man nur aus der Ferne betrachten, denn im Trockensee ist Wasser

Wir genießen es, denn bei Hitze ist hier sicher mehr los und es hat dann unendlich viele Fliegen.

Ein kleiner Exkurs zu den vielen Trockenseen:

Westaustralien ist berühmt für seine riesigen, oft strahlend weißen Salzseen (Playas), die wie Farbtupfer in der kargen Landschaft wirken. Ihre Entstehung ist eine faszinierende Mischung aus uralter Geologie und extremem Klimawandel.
Hier ist der Prozess einfach erklärt:
1. Ein Erbe der Antike (Paläoflüsse)
Vor Millionen von Jahren war Westaustralien kein trockener Kontinent, sondern von üppiger Vegetation und großen Flusssystemen geprägt. Diese sogenannten Paläodrainagesysteme flossen durch das flache Land. Als sich der australische Kontinent vor etwa 30 bis 50 Millionen Jahren nach Norden in trockenere Breitengrade schob, versiegten diese Flüsse langsam.
2. Die Blockade der Abflüsse
Durch tektonische Hebungen und die zunehmende Trockenheit verloren die Flüsse ihre Kraft, das Meer zu erreichen. Das Wasser begann in den flachen Becken der alten Flussläufe zu stehen. Da es keinen Abfluss mehr gab (endorheische Becken), sammelten sich dort Sedimente und gelöste Mineralien.
3. Verdunstung und Salzkonzentration
In den letzten paar Millionen Jahren wurde das Klima immer extremer. Die Verdunstungsrate überstieg die Niederschlagsmenge bei weitem.
* Der Prozess: Regenwasser wäscht geringe Mengen Salz aus den Felsen und dem Boden oder bringt „zyklisches Salz“ vom Ozean über den Wind mit.
* Das Ergebnis: Da das Wasser in den Becken gefangen ist und verdunstet, bleibt das Salz zurück. Über Jahrtausende entstanden so dicke Krusten.
4. Grundwasser-Interaktion
Diese Seen sind heute meistens trocken, aber sie sind „Fenster“ zum Grundwasser. Unter der Oberfläche befindet sich oft extrem salzhaltiges Grundwasser (Sole). Durch Kapillarkräfte steigt dieses Wasser nach oben, verdunstet an der Oberfläche und hinterlässt immer neue Schichten aus Gips und Halit (Steinsalz).
Warum sehen sie so unterschiedlich aus?
* Weiße Seen: Bestehen fast nur aus reinem Salz.
* Rötliche/Braune Seen: Enthalten viele Eisenoxide und Tonsedimente aus der Umgebung.
Ein kleiner Fakt am Rande: Viele dieser Seen füllen sich nur alle paar Jahrzehnte nach massiven Zyklonen im Landesinneren. Dann verwandeln sie sich kurzzeitig in Lebensräume für Tausende von Wasservögeln, bevor die Sonne sie wieder in eine Salzwüste verwandelt.
Viele dieser Seen (wie der Lake Ballard) werden heute auch als Kunstgalerien oder für Geschwindigkeitsrekorde genutzt.

Lake Ballard, hier kann man noch Bilder aus der Nähe und bei Sonne sehen

Der Lake Ballard ist einer der faszinierendsten Salzseen Westaustraliens, da er Naturwunder und moderne Kunst auf einzigartige Weise verbindet.

Donnerstag,  12.2.2026

Am nächsten Morgen geht es wieder früh los, zunächst Richtung Sandstone auf noch geteerter Piste, die irgendwann jedoch in Gravelroad übergeht. Der Untergrund wird immer weicher und laut Karte führt die Strecke durch Trockenseen, die ja bekanntlich momentan alles andere als trocken sind. Da beschließen wir umzukehren und über Menzies und Leonora auf der geteerten Straße weiter Richtung Geraldton zu fahren. Besser so🤗.

Kurz vor Leonora liegt die Gwalia historic mine, die anschaulich zeigt wie die Bergleute um 1900 hier gelebt haben.

In der Region um Kalgoorlie und Leonora befindet sich das Herz der australischen Bergbauindustrie. Die Gegend ist Teil der „Eastern Goldfields“ und weltweit vor allem für ihre gigantischen Gold- und Nickelvorkommen bekannt.

Wir landen dann in Sandstone, einem bezaubernden kleinen Ort, der einen an Western denken lässt.

Carpark Sandstone

Am Abend lässt uns der farbenprächtige Himmel staunen.

Nach drei sehr anstrengenden Tagen durchs Outback spielt das Thema Regen und Kälte keine Rolle mehr.  Jetzt sind wir mit Hitze konfrontiert. Wir sind über Mount Magnet, Yalgoo, Mullewa auf dem Weg an die Küste nach Geraldton. So viele tote Kängurus am Straßenrand 🥴, Opfer der unzähligen Road trains hier auf den Straßen, bis zu 60 Meter lange Trucks, die nicht bremsen können für Tiere.

Leider ist die Klimaanlage im Auto wieder ausgefallen. In Geraldton haben wir mehrere Werkstätten abgeklappert, aber erst in 2 Wochen einen Termin bekommen. So bleibt uns nichts anderes anderes übrig als schwitzen 😓.

Am Coronation Beach etwas nördlich von Geraldton werden wir bis morgen bleiben.

Wir haben nach den vielen Stunden im Auto keine Lust sehr weit zu fahren. So versorgen wir uns in Horrock mit Trinkwasser…

…lassen Luft ab

und finden bei Little Bay (bei Northampton) einen Platz direkt am Strand.

Sonntag, 15.2.26

An der Hutt Lagoon mit seiner pinkfarbenen Erscheinung vorbei, durch den Nationalpark Kalbarri mit seiner schroffen Küste ging es heute auf den Tasman Holiday Park in Kalbarri, wo der Murchinson River angereichert mit roter Erde sich ins Meer ergießt. Ein beliebter Ort für Pelikane.

Kalbarri Nationalpark
Australische Agame, Lophognathus, die allgemein als „Drachen“ bezeichnet werden.

Montag, 16.2.26

Unser heutiges Ziel ist der Shark Bay Marine Park auf der Peron Halbinsel. Wir haben eine Buchung auf dem Whalebone Campsite.

Unterwegs passieren wir Billabong

Am Hamelin Pool staunen wir über die einzigartigen noch lebenden Stromatolithen.

Stromatolithen gehören zu den ältesten Lebensformen der Erde.
Schon vor über 3 Milliarden Jahren existierten ähnliche mikrobielle Gemeinschaften. Sie spielten eine entscheidende Rolle bei der Anreicherung von Sauerstoff in der Erdatmosphäre – lange vor den Dinosauriern.

Was wie einfache Steine im flachen Wasser aussieht, sind lebende Zeugnisse der frühesten Erdgeschichte.
Aus winzigen Mikroben entstehen über Jahrtausende beeindruckende Strukturen – ein Beispiel dafür, wie „aus kleinen Dingen große Dinge wachsen“.

Shell beach, ein Strand aus unzähligen kleinen Muscheln

An der Whalebone Campsite, die Frank unter viel Mühe und langer Wartezeit auf der Nationalpark Seite gebucht hatte, ist es so stürmisch, dass wir bei einer Tasse Kaffee überlegen, ob wir tatsächlich hier bleiben wollen.

Schnell sind wir uns einig, dass es keinen Sinn macht nur im Auto zu sitzen. Wir fahren nach Denham auf den Tasman Caravan Park und sind sehr froh über diese Entscheidung.

Dienstag,  17.2.26

Auf der Peron Halbinsel gibt es Einiges anzuschauen. An der farbenprächtigen Little Lagoon begegnen uns Emus am Morgen.

Australian breakfast gibt’s an der Campsite….

…bevor wir zur Big Lagoon im François Peron Nationalpark aufbrechen. Hier muss wieder der Reifendruck verringert werden.

Big Lagoon

Der nördliche Teil der Halbinsel ist gesperrt, der Zyklon hat auch hier viele Pisten unpassierbar gemacht. 

Mittwoch, 18.2.26

Wir fahren noch einmal in den François Peron Nationalpark, denn wir wollen heute an der Herald Bight Bay übernachten und staunen nicht schlecht als die Strecke ans nördliche Ende geöffnet wurde.

Also los geht’s, der Toyo wühlt sich hoch zum Cape Peron. Einmal mehr schätze ich den V8 Motor des Ozi Toyo.

Die Trockenseen stehen alle noch unter Wasser
Manche Pisten sind nicht befahrbar
Cape Peron, wunderschön

Frühstück gibt es am Skipjack Point…

…und Adlerrochen, Haie, Delfine und Schildkröten. Gebannt schauen wir aufs Wasser.

Herald  Bight Bay, unser Übernachtungsplatz

Donnerstag,  19.2.26

Bei großer Hitze mit Sprühfläschchen im Auto zum abkühlen und vielen kalten Getränken erreichen wir Carnarvon und hüpfen als erstes in den Pool des Coral Coast Holiday Parks. Die nächste Abkühlung gibt es dann im Woolworth beim Einkauf.

Da wir zwei Tage in Carnarvon am Gascoyne River verbringen,  nutzen wir den nächsten Tag um uns die Blowholes am Quobba Beach anzusehen. Auch ein fantastisches Schnorchelgebiet,  Aquarium genannt. Tatsächlich sind wir zum optimalen Zeitpunkt der Tide da und freuen uns über die Vielfalt an Fischen, Rochen, Seesternen und Korallen.

Unser nördlichster Umkehrpunkt ist hier in Exmouth erreicht. Es ist heiß. Ich buche uns für 3 Nächte auf dem Ningaloo Caravan Park ein, denn hier gibt es die Möglichkeit sich in der klimatisierten Camp Kitchen abzukühlen oder einfach in den Pool zu hüpfen. Die vierte Nacht bekam ich dann geschenkt. Nehmen wir. Von hier aus werden wir Tagesausflüge zum Saumriff Ningaloo unternehmen.

Die Strände um Exmouth haben wir uns heute angeschaut und einen Blick auf das Wrack der Mildura geworfen.

Top Pool, sehr willkommen

Heute Sonntag, 22.2.26 war Schnorcheltag. Begonnen an der Lakeside Snorkeling Area, wo man sich von der Strömung treiben lässt zur Oyster Stacks Snorkeling Area, die etwas schwierig beim Ein- und Ausstieg ist, und den krönenden Abschluss an der Turqoise Bay, mit einer der schönsten Strände hier im Cape Range Nationalpark. Und so verlaufen auch die nächsten Tage mit schnorcheln, essen, schlafen.

Oyster Stack, schwieriger Ein-und Ausstieg

Wir freuen uns heute auf Osprey Bay, wo wir eine Nacht gebucht haben. Das Auto wurde mal vom Salz und Schmutz befreit, wir haben gutes Brot genossen und die Vorräte aufgestockt.

Die Kakadus werden uns nicht fehlen, sie machen unglaublichen Lärm

Freitag,  27.2.26

Osprey war unglaublich schön. Beim Schnorcheln habe ich unzählige Schildkröten, Rochen und sogar einen Weißspitzen Riffhai entdeckt und die Vielfalt an Fischen hat uns sehr beeindruckt. 

Gestern fuhren wir offroad bis Winderabandi, wo wir zwei Nächte gebucht hatten.

Ein absoluter Traumstrand und Stellplatz direkt am Meer. Leider sind wir so sehr von Sandflies und Horseflies (Bremsen) gepiesackt worden, dass wir Juckreiz am ganzen Körper hatten und die Nacht mit Kratzen verbrachten. Unsere Nachbarn saßen den ganzen Tag im klimatisierten Offroad Wohnwagen und kamen erst am Abend raus, dafür waren sie dann bis weit nach Mitternacht wach, wohl aus diesem Grund.

Eigentlich traumhaft

So sind wir heute nach einem Schnorchelstopp in Sandy Bay, wo wir erneut von den Biestern attackiert wurden nach Exmouth zurück auf den alt bekannten Ningaloo Caravan Park. In Exmouth haben wir für morgen eine Schnorcheltour, die direkt zum Ningaloo Riff führt, gebucht.

Samstag, 28.2 26

Unsere Schnorcheltour konnte wegen Sturm nicht stattfinden. Wir konnten sie jedoch auf Montag umbuchen. So haben wir diesen heißen Tag (42°Grad) ohne große Aktivitäten verbracht.

Am Abend sind wir allerdings zum Strand gefahren um das Schlüpfen von Schildkröten und ihren Weg ins Meer zu beobachten. Absolut faszinierend!

Montag, 2.3.26

Heute fand unsere Schnorchelttour auf dem Glas Bottom Boat bei bestem Wetter statt.

Ningaloo hat noch erstaunlich viele intakte und riesige tausendjährige Korallenblöcke.

Dienstag, 3.3.26

Die nächsten drei Tage verbringen wir in Maggies Camp direkt am Strand, bewaffnet mit Lotion gegen Sandflies und sonstige Beißer. Hoffentlich hilfts, die letzten sind noch nicht verheilt😏.

Donnerstag,  5.3.26

Durch die mit Termitenhügeln durchsetzte Landschaft…

Die Termiten ernähren sich nicht von Holz, sondern vom Spinifex Gras

…geht es zur nördlichen Route nach Maggies Beach.

Ein fantastischer Ort und nur ein weiteres Paar dort, Christian and Sabrina. Wir genießen den Tag mit schnorcheln, baden, spazieren und aufs Meer schauen.

Besuch am Nachmittag, ein Riesenwaran

Am nächsten Tag jedoch dreht der Wind und kommt aus dem Landesinneren, direkt aus der Wüste, wie ein heißer Fön und bringt Myriaden von Fliegen mit, die in die Augen, Nase, Ohren und Mund kriechen und alle Stellen des Körpers bedecken. Im Auto sind ebenfalls alle Flächen von Fliegen besetzt. Wir verbringen viel Zeit im Wasser, wo ich auch mein Müsli esse. Die Situation hat sich nicht gebessert bis heute. Wir fahren gemeinsam mit Christian und Sabrina nach Coral Bay. Die Beiden wollen sich erholen von den Fliegen und essen gehen. Wir bleiben in Coral Bay auf dem Peoples Park Campingplatz und kümmern uns um eine Buchung für eine Schnorcheltour mit Mantarochen.

Peoples  Park Campingplatz
Coral Bay
Five Fingers Reef

Unser Schorcheltrip findet morgen statt. So schauen wir uns heute das Five Fingers Reef an. Sicherlich eines das man zu den schönsten weltweit zählen kann. Farbenprächtige intakte, ausladende Korallen und unzählige Fische in schillernden Farben und Mustern.

Samstag, 7.3.26

Unsere Ecotour zu drei verschiedenen Schnorchelstopps war absolut beeindruckend. Wir haben mit Haien, Mantas und Schildkröten geschnorchelt und immer wenn man dachte, schöner geht es nicht mehr, setzt das Ningaloo Reef noch eins drauf.

Dienstag, 10.3.26

Noch einmal waren wir für zwei Tage an Maggies Beach bei Wind aus SSW und damit aus Richtung des Meeres. Christian und Sabrina waren noch da. Als wir ankamen herrschte helle Aufregung, ein junges Paar hatte sich mit der Flut vertan. Sie wollten ihr Boot an den Strand ziehen, dabei versank ihr Trailer und die hintere Hälfte des Autos bereits im Meer. Unser Motor war warm, die Reifen auf 20 PSI abgelassen, so hat der gute alte Toyo mit einem Ruck das Auto befreit. Den Trailer und das Boot konnten sie dann mit Sabrinas und Christians Hilfe selbst heraus ziehen. Zum Dank erhielten Christian und Sabrina den gefangenen Lobster, den sie für uns alle gebraten und geteilt haben. Ein köstliches Essen.

Wir sahen beim Schnorcheln an Maggies Beach Schildkröten, einen Hai, unzählige Rochen, eine Moräne, einen Anemonenfisch und einen Oktopus.

Und nun sind wir bereits in Richtung Süden unterwegs. Das Ende der Reise naht und wir wollen im Landesinneren noch ein paar Highlights anschauen. Heute werden wir es bis Carnarvon schaffen, Lebensmittel aufstocken und Ordnung schaffen im Auto.

Zur Rückreise nach Perth geht’s hier entlang.

Australien der Westen und Süden

Unser Flug von Lankawi nach Kuala Lumpur verlief planmäßig, der Anschlussflug von dort nach Perth war auf 22:30 Uhr geplant und konnte wegen eines Zyklons auf der Strecke nach Perth erst um 3 Uhr nachts starten. Letztendlich war dadurch die Ankunftszeit in Perth etwas günstiger. Wir sind zunächst zum Parkplatz von Max und Lauras Troopy, konnten gleich einkaufen und unser Zimmer in der Great Eastern Motor Lodge beziehen.  Die Lodge liegt sehr günstig, direkt vor der Türe fährt der Bus ins Zentrum. Um die Müdigkeit zu überwinden schwimmen wir eine Runde im Pool.

Australiens Grundnahrungsmittel

Wir sind startklar und fahren die Westküste Richtung Süden. In Freemantle ist unser erster Stopp.

Es ist Sonntag,  4.1.26, in Australien sind Schulferien und es ist sowohl auf den Straßen, als auch in den Ortschaften und insbesondere auf den Campingplätzen voller Menschenmassen. Wir hatten uns einen Carpark in Rockingham ausgesucht, aber sämtliche Campingplätze sind ausgebucht und ohne Vorbuchung keine Chance. Daher nur eine kurze Erfrischung im kristallklaren Indischen Ozean….

Hier werden die Hunde am Strand in die Waschanlage gebracht 😄

…und abseits der Küste bei Jarrahdale im Wald campen wir wild. Diesen Platz hatten Laura und Max gefunden und wir sind froh nicht weiter suchen zu müssen.

Nachdem gestern die Klimaanlage des Bushcampers ausgefallen ist, suchten wir heute morgen eine Werkstatt auf und bekamen für Donnerstag einen Termin. Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich schwierig, denn die meisten Plätze sind ausgebucht. Im Yalgorup Nationalpark können wir die nächsten zwei Nächte verbringen und treffen noch an der Rezeption auf einen Schwaben aus Heilbronn. Mit ihm werden wir heute Abend bei einem Gläschen Wein zusammen sitzen.

Frühstück am Herron Lake, einer Lagune
Martins Tank im Yalgorup Nationalpark, ein Vogelschutzgebiet

Wir hatten zwei sehr nette Tage im Yalgorup NP mit Michael, dem Schwaben und dessen Freundin, der Rangerin des Campgrounds. Und was machen Schwaben wenn sie zusammen treffen? Käsespätzle🤣, ein Genuss.

Little Boat Harbour

Heute gabs Frühstück am Preston Beach.

Noch einmal nach Rockingham in die Werkstatt,  die Klimaanlage checken, bevor es nun tatsächlich nach Süden weiter geht. Östlich von Bunbary liegen einige Seen, die früher Kohleabbaugebiete waren, nicht alle ohne Risiko.

Black Diamond Lake
Stockton Lake

Wir fahren zum Shotts River,  wo wir wild campen können, denn noch sind Ferien und viele Campsites ausgebucht.

Die nächsten zwei Nächte werden wir in Wrights Bridge im Powlalup Nature Reserve verbringen.

Mittagspause am Glen Mervyn Dam

Über Donnybrook und Ballingup führt uns der Blackwood River Drive durch malerische Landschaft und liebevoll kreativ geschmückte Ortschaften.

Balingup
Wrights Bridge im Powalup NP

In Busselton an der Küste kann ich für zwei Nächte eine Campsite buchen. Duschen, Wäsche waschen und einkaufen steht auf dem Programm. Dieser Küstenabschnitt ist sehr beliebt,  der schönen Strände wegen.

Lazy Days Carpark

Heute haben wir das Cape Naturaliste erkundet. Über Dunsborogh zur Eagle Bay und nach Yallingup.

Meelup Beach
Castle Rock

Über Eagle Bay ging es auf die rauhe und heute stürmische Westseite bis Gracetown.

Auf dem Rückweg nach Busselton genießt Frank seine ersten,  leckeren fish and chips in Cowaramub.

Für die nächsten Tage haben wir uns mit Michel aus Heilbronn verabredet. Er steht mit seinem Hillux auf dem idyllischen Gründstück seiner australischen Freunde Greg und Julie. Die Gastfreundschaft ist hier legendär, auch wir wurden willkommen geheißen „as long as you want“.

Auf dem Weg nach Manjimup, wo wir zusammen mit Michel einkaufen wollen, schauen wir uns die Hamelin Bay an, wo es mit Glück Stachelrochen zu sehen gibt. Allerdings ist das Wetter stürmisch und keine Rochen zu sehen.

Hamelin Bay
Schwimmkurs in der Hamelin Bay

In Manjimup wartet Michel bereits auf uns, wir kaufen für Kartoffelschnitz und Spätzle und für Gulasch mit Spätzle ein. Zusammen geht es weiter ins ländliche Pemberton.

Kängurus in Gregs Garten
Australian breakfast
Gun and Daisy
Big Brooke Dam

Marron (Flusskrebse), eine Delikatesse, die es nur hier rund um Pemberton gibt.

Besuch im pub, freitags obligatorisch

Michel begleitet uns nach Parry Beach

Hier werden die Fische direkt am Strand ausgenommen

Wir bewegen uns weiter östlich über Denmark zum Hay River und legen einen Badestopp bei den fantastischen Elephants Rocks ein.

Elephants Rocks
Greens Pool
Camp am Hay River

East Bay 50 km nördlich von Albany am Two Peoples Beach.

Nachdem das Wetter in Albany unbeständig war und die Versorgerbatterie des Kühlschranks nach 3 Tagen am Strand leer war, beschließen wir weiter bis Bremer Bay zu fahren. Hier buche ich uns auf der Bremer Bay Beaches Campsite ein, wo wir duschen und Wäsche waschen können. Wir schauen uns alle Strände der Umgebung an, der Little Boat Harbour Strand ist jedoch am schönsten.

Blossom Beach
Native Dog Beach
Camp kitchen, eine prima Sache

Busch Feuer verhindern einen Besuch des Fitzgerald Nationalparks. Wir verlängern um eine Nacht in Bremer Bay, verbringen den Tag am Little Boat Harbour Strand…

…und umfahren die Buschfeuer übers Landesinnere Newdegate-Lake King-Ravensthorpe. Passieren viel Busch Land, riesige Weizenfelder und etliche Trockenseen.

Kundip Rest Area, unser Übernachtungsplatz vor Hopetoun

Kaffee am Morgen in Hopetoun

3  Miles Beach
Banksia

Mason Bay Community Camp

Wir machen heute einen Ausflug nach Hopetoun, die Batterie muss aufgeladen und unsere Lebensmittelvorräte und Wasserreserven vor der Weiterfahrt aufgestockt werden. Wir schwimmen am örtlichen Strand, wohlwissend dass es hier eine Dusche gibt. Völlig überraschend ist die Stranddusche sogar mit heißem Wasser versorgt. Bei dem kalten Wind hier im Süden sehr willkommen.

Schwimmkurs in Hopetoun

Auf dem Rückweg zur Mason Bay schauen wir uns den Jerdacuttup  Salzsee mit seiner geisterhaften Vegetation an.

Und schon geht’s weiter mit einem Stopp zum Frühstück am Starvation Beach und einer Runde schwimmen. Am Munglinup Beach, der bereits in der Shire of Esperance liegt entscheiden wir uns zu bleiben und treffen prombt auf Schwaben 😁.

Nach 2 Tagen an diesem paradiesischen Strand und Schnorchelrunden im kalten Meer geht die Fahrt weiter nach Osten. Wir schauen uns den Skippy Rock an…

…und bleiben für eine Nacht am Quagi Beach.

Quasi unser Haustier, hat uns immer mal wieder besucht.

Esperance steht nun auf dem Plan. Nach tagelangem Mobilfunkentzug freue ich mich auf Kontakt zur Familie, auf Duschen und frische Wäsche.

Die Strandrunde um Esperance war eine wahre Pracht fürs Auge. Türkisblaues Wasser mit fast weißem Sand.

Am Twilight Beach gabs Haialarm. Everybody out of the water!
So konnten wir in der gut ausgestatteten Camp kitchen unser Gulasch kochen.

Im Nationalpark Cape le Grand lassen wir uns faszinieren von den vermutlich schönsten Stränden der Welt. Kein angeschwemmter Müll, keine Quallen, türkisblaues  Wasser und schneeweißer Sand. Ein Traum😇.

Cape le Grand Beach
Hellfire Beach
Thistle Cove Beach
Lucky Bay Beach, der beliebteste Strand hier im Süden, wo man mit dem Auto an den Strand fahren darf

Wir sind dabei und genießen unseren Kaffee direkt am Strand.

In den Dünen bei Dunn Rock finden wir einen Platz zum übernachten.

Dunn Rock Beach

In der Nacht beginnt es zu regnen und es herrscht starker Wind.

Wir verabreden mit einem italienisch-australischen Paar über den Rossiter Beach zurück zur Lucky Bay direkt am Strand zu fahren. Leider scheitert der Pajero schon bald und muss befreit werden.

Da durch den starken Wind viel Weichsand am Strand angeweht wurde, drehen wir um und fahren Richtung Nordosten zum Wharton Beach.

Wharton Beach
Gulasch am Strand
Übernachtungsplatz mit Blick auf die Hammer Head Bay

An Daniels Beach verbringen wir den nächsten, sehr windigen Tag und auch die Nacht…

…bevor wir bei herrlichem Wetter versuchen am Strand entlang bis zur nächsten Bucht zu gelangen.

Wir treffen auf einen Australier, der richtig Lust drauf hat uns bis zur Schlüsselstelle zu begleiten. Es geht hier über steile Felsen und Tiefsand zur nächsten Bucht. Ohne mich, das ist mir zu riskant mit Max und Lauras Auto. Außerdem ist es an der Schlüsselstelle nicht nur richtig schön, sondern auch beinahe windstill. Immer wenn ich denke, schöner geht’s nicht mehr, kommt ein weiterer traumhaft schöner Platz.

Rocky fuhr hoch, stieg an der steilsten Stelle aus, filmt sein Auto und fährt wieder zurück zur Familie🤣

Leider gehen unsere Vorräte zur Neige und wir müssen in den nächsten kleinen Ort mit Tankstellenshop um uns mit dem Nötigsten zu versorgen.

In der Alexander Bay finden wir ein lauschiges Plätzchen zum übernachten und frühstücken am Strand, wo wir einen Banjohai entdecken, der im seichten Wasser dümpelt.

Mit Cape Arid haben wir unseren Umkehrpunkt erreicht.

Wer weiter mitreisen möchte klickt hier : Durchs Inland an die nördliche Küste nach Ningaloo