Wir tauchen nach 14 Stunden Flug durch den grauen Wolkenhimmel von Singapur, wo wir 5 Stunden Aufenthalt haben. Nach weiteren 8 Stunden Flug begrüßt uns Brisbane mit aufgehender Sonne.

Unser Gepäck können wir im Hotel Adina, direkt an der Central Station abgeben und dann geht’s durch die quirlige Innenstadt zu Fuß direkt ins Goma, dem Museum of Modern Art








Am Brisbane River sitzend mit einem Glas Weißwein und Eiskaffee lassen wir die Stadt auf uns wirken und kehren dann ins Hotel zurück.
Dienstag 16.6.26
Um 4 Uhr packen wir zusammen und fahren mit dem Zug zum Domestic Airport, wo uns Qantas nach Darwin bringt. Die Distanzen auf diesem Kontinent werden einem hier nochmal bewusst. Ich staune über die vielen Flussläufe und Sümpfe und wir tauchen nun ins tropische Klima des Northern Territory ein. Mit Mietwagen geht’s zur Airbnb Wohnung, wo wir Max und Laura treffen und endlich nach nochmal 3 Monaten wieder in die Arme schließen können. Wenigstens für einen Tag.
Beim Grillabend tauschen wir Neuigkeiten und Infos aus.
Mittwoch, 17.6.26
Der Aussi Toyo muss noch einmal in die Werkstatt um verschiedene Verschleißteile zu erneuern. Und anschließend geht es für unsere beiden Traveller schon zum Flughafen 😢 und nach Singapur.

Donnerstag, 18.6.2026
Der Toyo ist voll gepackt, es kann losgehen Richtung Kakadu Nationalpark. Bei einem Abstecher zum Fogg Dam bekommen wir eine Vorstellung von den Ausmaßen der Wetlands und sehen unser erstes Krokodil.


Wir fahren bis kurz vor die Grenze des Kakadu Nationalparks auf den Campingplatz Bark Hutt Inn, rustikal, ohne Parzellen und dann beginnt das große Verstauen aller mitgebrachten Gegenstände und Kleidung und unserer Einkäufe.
Freitag, 19.6.26


Rechtzeitig mit Eintreffen im Kakadu Nationalpark endet der morgendliche Regen.
Wir fahren bis zum Merl Campground, denn von hier kann man die weltweit einzigartigen Aborigines Felszeichnungen und Cahills Crossing besichtigen.



Ubirr






Bezaubert von der grandiosen Landschaft, den Felsformationen und fasziniert von den beeindruckenden Felsmalereien kehren wir zurück zum Camp, wo wir Opfer der Moskitos werden.
Samstag, 20.6.26

Auf dem Kakadu Highway geht es heute zum Mordugal Campground weiter. Auch ein Bushcamp mit Duschen umgeben von Billabongs.
Billabong ist ein in Australien verwendeter Begriff aus der Sprache der Aborigines für ein Gewässer, wie beispielsweise einen versickernden Flussarm oder ein Wasserloch in einem Flusslauf, das sich ähnlich einem Wadi in der Regenzeit mit Wasser füllt und während der Trockenzeit mehr oder minder stark austrocknet.
Quelle Wikipedia



Sonntag, 21.6.26
Wir brechen früh auf zu den Lower Ikoymarrwa Falls auf den Kakadu Highway Richtung Pine Creek. Ich fahre, um mit dem Toyo vertrauter zu werden, auch die Offroad-Strecke zu den Wasserfällen hoch. Es gibt mir die Sicherheit auch mit solchen Situationen im Notfall zurecht zu kommen.

Selbstverständlich muss ich eintauchen ins erfrischende Nass.


Endstation heute ist der Coomalie Van and Camp Park am Stuart Highway.
Montag, 22.6.26
Für den Litchfield Nationalpark mit Buchung der Campsites Central Valley ist die Abholung eines Schlüssels für das Gate obligatorisch. So fahren wir am Vormittag nach Berry Springs und erledigen das. Außerdem ist ein gültiger Nationalpark Pass (online buchbar) Vorraussetzung,
Bleiben bis morgen auf dem Tumbling Water Campingplatz.
Dienstag, 23.6.26 bis 26.6.26
120 km durch den Litchfield Park, mit Badestopp bei den Wangi Falls…

…und wir erreichen den Lookout aufs Escarpment des Central Valley. Leider haben wir das falsche Gate erwischt und sind 5 km auf ziemlich steiniger Piste zu den Campsites N°1 gefahren, die wir erst für die nächsten zwei Tage gebucht haben. Also mussten wir die Strecke wieder zurück fahren und durchs richtige Gate zur Campsite N°3. Zum Glück ist diese Zufahrt einfach.
Hier gibt es Stufen im Fluss mit kristallklaren Pools in denen man herrlich baden kann bei optimaler Wassertemperatur.
Mein Tipp: Picnic area mit Creek walk bis zu einem kleinen Wasserfall, der ein großes Felsbecken speist in dem man herrlich schwimmen kann.


Noch einmal rumpeln wir zur Campsite N°1 und verbringen zwei entspannte Tage.


Freitag, 26.6.26
Bevor wir den Schlüssel in Bachelor abgeben müssen, um unsere 250$ Deposit zurück gebucht zu bekommen, schauen wir uns die Florence Falls an und gehen den Shady creek walk bis zum Plunge Pool, wo man herrlich schwimmen kann.


Bei den Robin Falls gesellen wir uns zu vielen anderen Campern, denn hier kann man umsonst über Nacht stehen.

Samstag, 27.6.26
Alle frischen Vorräte sind aufgegessen, so steuern wir heute Katherine an auf unserem langen Weg ins Zentrum und bleiben auf dem Discovery Campingplatz, denn hier gibt es auch Waschmaschinen.
Kleiner fun fact
Ich war heute eine Flasche Wein kaufen. Zuerst traf ich im Liquorstore auf einen Polizisten. Er wollte meinen Führerschein sehen. Okay kriegt er, dann wollte er wissen ob ich einem Ban (also ob ich einem Verbot) unterliege. Ich musste lachen und meinte, dass ich nur einen Rotwein zum Kochen kaufen möchte. Hat ihn wohl überzeugt. Suche dann einen carton (Karton) aus, der aber unter Verschluss ist, gehe zur Kasse und frag ob sie öffnen können. Konnten sie nicht, da erst ab 14 Uhr Kartons verkauft werden 🤗. Wollte schon gehen, da hab ich vorsichtshalber noch gefragt ob das auch für Flaschen gilt. Nein, Flaschen können gekauft werden.
Andere Länder andere Gesetze😂
Sonntag, 28.6.26
Bevor wir uns weiter Richtung Süden begeben, fahren wir zum Visitor Center im Nitmiluk Nationalpark. Hier kann man die beeindruckende Katherine Gorge besichtigen wahlweise per Boot oder Helikopter.
10 min. Helikopter Flug direkt bei HeliSpirit gebucht ist mit 119$ (73€) die günstigste Variante.
Die Boots Cruises variieren zwischen 90 und 200$ für 1,5 Std.
Wir verzichten auf Beides und fahren weiter bis Mataranka zu den Bitter Springs Thermal Pools im Elsey Nationalpark.


Montag, 29.6.26
Let’s go south.
In Daly Waters schauen wir uns den berühmten historischen Pub an und frühstücken.





Eine schnelle Abkühlung in Renner Springs im 17 m langen Pool war eine willkommene Abwechslung.
Wir schaffen es bis zum Threeways Roadhouse, wenige Kilometer vor Tennant Creek.
Die Vegetation hat sich völlig verändert. Wir befinden uns nicht mehr in tropischen Breitengraden sondern in der Salzbuschsteppe. Aus der Asche des Baumes kann Salz gewonnen werden, daher der Name. Der Salzbusch ist äußerst robust und eine wichtige Nahrungsmittelquelle für Rinder und Schafe, denn hier fallen nur 250 mm Niederschlag im Jahr

Dienstag, 30.6.26
Weitere 500 km sind zu bewältigen bis kurz vor Alice Springs, wo wir auf einem Rastplatz übernachten wollen. Morgen ist im Northern Territory großer Feiertag, da sind vermutlich die Plätze in der Stadt voll und laut.


Mittwoch, 1.7.26
Sind heute für die Cracker night in Alice Springs auf dem Campingplatz.
Die Unabhängigkeit des Northern Territory wird heute gefeiert.
In ganz Australien sind private Feuerwerke strengstens verboten. Das Northern Territory macht am 1. Juli jedoch eine legendäre Ausnahme. Erwachsene dürfen an diesem Tag zwischen 9:00 und 21:00 Uhr ohne Genehmigung Böller und Raketen kaufen und diese zwischen 18:00 und 23:00 Uhr legal zünden.
Überall im Territorium – von Darwin im tropischen Norden (Mindil Beach) bis hinunter nach Alice Springs im roten Zentrum – gibt es riesige, kostenlose Gemeinschaftsfeste, Live-Konzerte mit bekannten australischen Künstlern und gigantische, offizielle Pyrotechnik-Shows.

Donnerstag, 2.7.26
Im Finke Gorge Nationalpark haben wir für zwei Nächte einen idyllischen Campingplatz im Palm Valley, direkt am Fluss inmitten wunderschöner Landschaft. Hier sieht man auch wieder einen Himmel voller Sterne ohne Lichtverschmutzung.






Campsite im Palm Valley
Freitag, 3.7.26
Wir brechen vor dem Frühstück auf bis ans Ende des Palm Valley, wo es nur noch zu Fuß weiter geht auf dem Arakaia Trail. Die 4 km Steinpiste sind hart, belohnt wird man auf dem Walking Trail mit spektakulärer Landschaft. Die Red Palms, die hier wachsen sind erstaunlich, denn für diese aride Region atypisch.




Samstag, 4.7.26
Es hat die ganze Nacht geregnet. Da wir sowieso in Richtung Alice Springs fahren müssen um zum heutigen Campsite Ellery Springs zu kommen, fahren wir gleich direkt in die Stadt, gehen essen, kaufen einen Schirm und schauen uns die Araluen Kunstgalerie an.




Traditionelle Aborigine Kunst



Sonntag. 5.7.26
Auch diese Nacht am Ellery Creek war kalt und feucht. Am Morgen etwa 3°Grad.








Orchre Pits, wo die Ockerfarben für Zeremonien und Kunstwerke von den Aborigines entnommen werden dürfen. Für alle Anderen werden 5000$ Strafe fällig.



Bevor wir zur Redbank Gorge, unserem heutigen Übernachtungsplatz fahren, schauen wir uns noch die Ormiston Gorge an…



…und überqueren den ältesten Fluss der Erde, den Finke River.

Die Sonne scheint wieder und wir können unsere Sachen trocknen.

Ist es zu glauben, dass die West Mac Donnels Ranges 450 Millionen Jahre alt sind und ursprünglich höher als der Himalaya waren? Auf alle Fälle ein absolut grandioses Stück Natur.
Montag, 6.7.26
246 km bis zum Kings Canyon sind heute zu bewältigen. Wir wurden auf „very corrugated“ roads vorbereitet auf dem Meerenie Loop, der es erlaubt eine Abkürzung durch Aborigine Land zu nehmen. Hierfür haben wir uns in Hermannsburg ein 3 Tage gültiges, kostenpflichtiges Permit geholt (6,50 $).
Doch zuvor laufen wir noch durchs Flußbett und Geröllfelder bis zur Redbank Gorge.


Am Nachmittag erreichen wir Kings Canyon im Watarrka Nationalpark und nutzen die letzten Sonnenstrahlen für den Walk durch die Schlucht.

Die Nacht verbringen auf der Desert Oaks Rest Area, etwa 180 km vor Uluru.
Dienstag, 7.7.26
Nach kalter Nacht freuen wir uns über die ersten Sonnenstrahlen und machen uns auf den Weg zum Lassiter Highway und weiter zum magischen Uluru, früher Ayers Rock genannt. Da dieser Ort ein spiritueller und kultureller Ort für die Aborigines darstellt, wird heute nur noch der traditionelle Name verwendet.

Die Entstehung des Uluru (früher oft Ayer’s Rock genannt) lässt sich in drei einfachen Schritten zusammenfassen:
* Ablagerung im Meer (vor ca. 550 Millionen Jahren): Wo heute die australische Wüste ist, lag damals ein riesiges Binnenmeer. Von umliegenden Bergen wurden enorme Mengen an sandigem Gestein (Arkoseschwemmfächer) ins Meer gespült, die sich am Boden absetzten und über Jahrmillionen zu einer dicken, harten Sandsteinschicht zusammengepresst wurden.
* Faltung und Aufrichtung (vor ca. 300 Millionen Jahren): Gewaltige Bewegungen der Erdkruste drückten die Region zusammen. Dabei wurde diese ehemals waagerechte Sandsteinschicht um fast 90 Grad gekippt – sie steht heute also quasi senkrecht wie ein gigantischer, unterirdischer Keil im Boden.
* Erosion (bis heute): Das Meer verschwand und das weichere umliegende Gestein wurde über Millionen von Jahren durch Wind und Regen abgetragen. Da der Sandstein des Uluru extrem hart und kompakt ist, blieb er als massiver Rest (ein sogenannter Inselberg) stehen.
Was wir heute sehen, ist also nur die Spitze eines gigantischen, tief in die Erde reichenden Sandsteinriegels, dessen charakteristische rote Farbe durch die Verwitterung von Eisen (Rost) im Gestein entsteht.

Wir sind für 3 Nächte auf dem Yulara Campingplatz untergebracht und genießen die heiße Dusche.
Mittwoch, 8.7.26
Am Morgen regnet es wieder und wir besuchen das sehr interessant gestaltete Cultural Centre der Ananga Aborigines und fahren dann zu den Kata Tjuta Felsendomen, auch Olgas genannt.



Das Valley of the Winds bildet den Abschluss des Tages.

Donnerstag, 9.7.26
Der Morgen fühlte sich winterlich an mit dichtem Hochnebel. Wir möchten heute den Uluru umrunden und die Walks zu den Waterholes laufen.














Freitag, 10.7.26
Uluru war unser südlichster Punkt auf dieser Reise und definitiv jeden Kilometer wert. Wir haben viel über die Aborigines gelernt und dennoch ist es nur ein kleiner Einblick in ihre Kultur und Lebensphilosophie.

Wir sind wieder auf dem Stuart Highway und haben für heute das Rainbow Valley als Übernachtungsplatz ausgesucht.


Auf dem Mushroom Walk geht es zum Mushroom Rock, eine skurrile Felsformation inmitten wunderschöner Landschaft und herrlicher Ruhe.












Der Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung war faszinierend.
Samstag, 11.7.26
Immer wenn ich denke, das war die kälteste Nacht, wird es noch ein wenig kälter.
Heute wollen wir ins Owen Springs Conservation Reserve fahren, nicht weit entfernt vom Rainbow Valley.
Wir kommen etwas verspätet los, denn wir treffen Denise, eine absolut beeindruckende Frau, die Sexualkundeunterricht für Aborigine Kinder gibt.

Im Bushcamp am Redbank Waterhole finden wir einen perfekten Platz mit Feuerstelle.





Sonntag, 12.7.26 und Montag. 13.7.26
Der Himmel am Morgen ist wie ausradiert, kein Wölkchen zu sehen. Wir entfachen noch einmal unser Lagerfeuer um die Füße aufzutauen und machen uns auf den Weg nach Alice Springs, wo wir unsere Vorräte aufstocken und das Auto von der roten Erde befreien.
Dienstag, 14.7.26
So, weiter geht’s zu den East Mac Donnels.
Wir machen Halt bei Jessis Gap…



Corrobee Rock, der für die Arrente People eine Funktion wie bei uns eine Kirche hat. Ein imposanter Fels umgeben von Wildblumen und wilden Obstbäumen.



Zum John Hayes Rockhole sind es 4 km harte Steinpiste.

Die 3 Campsites liegen idyllisch umringt von Hügeln und Felswänden. Wir wandern zum Rockhole …



…und Lookout, der einen fantastischen Ausblick auf die Umgebung bietet.
Wir hatten alle drei Plätze für uns und eine absolut ruhige Nacht mit einem fantastischen Sternenhimmel.
Mittwoch, 15.7.26
Zum Aufwärmen wandere ich am Morgen den felsigen Pfad hoch zur Schluchtkante.

Adrenalin geschwängert stehe ich am Rand und schaue in den Schlund der Schlucht. Zeit zurück zu kehren.
Der tapfere Toyo kämpft sich die 4 km zurück durch Flussbetten zum Ross Highway. Wir besuchen heute die 50 km entfernt liegende Arltunga Historic Site, ein ehemaliger Goldgräber Minenort.







Die Landschaft der East Macs ist bezaubernd, gefällt uns fast besser als die West Macs.
Der Trephina Gorge Campingplatz war eine gute Wahl, die Schlucht ist beeindruckend.


Donnerstag, 16.7.26
Wir klettern am Morgen zum Schluchtrand der Trephina Gorge damit uns wieder warm wird.



Bevor es noch einmal nach Alice Springs zum Tanken und Reifen aufpumpen geht, schauen wir uns noch den letzten Gap an.

Und nun geht es immer weiter Richtung Norden, wo es wärmer wird.
Freitag, 17.7.26
Wir haben es bis Barrow Creek geschafft, wo die alte Telegrafenstation liegt. Wir campen eingerahmt vom Mt. Gwynne.

Die Nacht war sehr stürmisch, wir halten uns am Morgen nicht lange auf und fahren bis Karlu Karlu, wo die Devils Marbles schon von Weitem im Morgenlicht leuchten.
Wie immer fasziniert es mich wenn die Natur solche Kunstwerke schafft.












Über Tennant Creek geht es weiter bis Elliot.
Elliott sah trostlos aus und der Midland Campingplatz war niederschmetternd bewertet. So haben wir noch einmal wild gecampt am Newcastle Waters Restcamp.


Es ist faszinierend was in der kurzen Zeit schon wieder alles gesehen und erlebt habt. Passt auf euch auf 🙏 und weiterhin viele Erlebnisse. Gruß und Kuss Marion
Danke sisterheart💓
Hoffentlich mögen euch die Moskitos nicht allzu sehr! 🫣 habt eine gute Zeit .
Leider lieben sie uns sehr die Biester😏
Euch einen wunderschönen Trip
Danke Michel, bis bald