Zurück nach Perth

Zum zweiten Teil geht’s hier entlang

Mittwoch, 11.3.26

Gemütlich machen wir uns auf den Weg von Carnarvon Richtung Kalbarri. Mit einem Abstecher in den Nationalpark zum Murchison River.

Hier gibt es wieder unzählige Fliegen

Donnerstag, 12.3.26

Und am nächsten Tag gleich nochmal früh morgens solange es noch kühl ist.

Wir beginnen mit ZBend, hier hat der Murchison River die Form eines Z…

Spuren der ersten an Land gekrochenen Tiere

…klettern anschließend zum Natural Window...

Leibesübungen am Felsüberhang

…und beenden die morgendliche Tour am atemberaubenden Skywalk.

Die Küstenstraße nach Horrocks, wo wir heute und morgen übernachten, führt an der Hutt Lagoon vorbei mit ihrem Pink Lake.

Das Pink des Sees kommt durch eine grüne Algenart zustande, die in Kombination mit hohem Salzgehalt, hoher Temperatur und starkem Lichteinfall Beta-Carotin produziert um sich gegen den starken Lichteinfall zu schützen. Diese Alge trägt den Namen Dunaliella salina. Hier an der Hutt Lagoon wird sie sogar gezüchtet und zwar vom weltweit größten Chemiekonzern BASF. Das von der Alge produzierte Beta-Carotin wird nämlich beispielsweise für Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittelfarbe verwendet. Aus diesem Grund hat genau dieser wundervolle See einen riesigen Vorteil: Er ist garantiert immer farbig.

Horrocks, ein netter kleiner Küstenort

Samstag, 14.3.26

Nur wenige Kilometer von Horrocks entfernt liegt die Willi Gulli Höhle der hiesigen Nanda Aborigines. Die Felszeichnungen zeigen ihre Traditionen, Ideen und Werte.

Port Denison war unser eigentliches Ziel heute. Wir haben jedoch Warnungen bekommen wegen Buschfeuer. Ich hole Snacks in der dortigen Bakery und unterhalte mich mit einer Anwohnerin, die ihr Auto fertig gepackt hat und bereit zum Verlassen ihres Hauses ist.

Planänderung! Wir fahren wieder auf den Highway und sehen die Feuer aus der Ferne. Die Straßen zum Strand sind bereits geschlossen. Um in möglichst sicherer Entfernung zu sein steuern wir nun Green Head an, ca. 150 km südlich, in der Dynamite Bay gelegen. Ein entspannter kleiner Ort.

Heute ist oversize day auf dem Highway
Buschfeuer aus der Ferne

Green Head war eine gute Wahl, der Ort liegt in malerischer Landschaft und der 3Bays Walk ist richtig schön und tut so gut, nach den vielen Stunden sitzend im Auto. Wir verlängern unseren Aufenthalt um eine Nacht.

Dynamite Bay
…und 3Bays walk

Montag,  16.3.26

Der Morgen ist perfekt für eine Runde schwimmen in der Dynamite Bay. Mit einem kurzen Zwischenstopp in Sandy Cape geht es heute bis Jurien Bay auf den Caravan Park. Wir nähern uns Perth, die Infrastruktur ist hier sehr auf Tourismus ausgelegt und die öffentlichen Anlagen sehr gepflegt.

Der Skaterpark lässt keine Wünsche offen
Eine tolle Idee, seine Asche in einer Kugel zu versenken auf der anschließend Korallen waschsen können. Rest in reef🌊

Donnerstag,  19.3.26

Zeit weiter zu reisen nach 3 entspannten Tagen in Jurien Bay. Es ist unser letzter Aufenthalt vor Perth hier in Cervantes.

Der Ort erhielt seinen Namen nach dem 1844 hier untergegangenem Schiff, das nach dem Autor Miguel Cervantes mit seinem weltweit bekannten Don Quixote benannt wurde.

Wir treffen hier Heide und Jochen, die zwei Schwaben, die wir zu Beginn unserer Reise kennen gelernt haben.

Caravan Park Cervantes
Top amenities
Thirsty Point

Freitag, 20.3.26

Am Morgen ist alles feucht und in Nebel gehüllt.

Geplant ist heute im Nambung Nationalpark den Pinnacle Desert zu erkunden. Wir packen gleich nach dem Aufstehen zusammen, mit dem Gedanken, dass die Pinnacles bei Nebel und Wolken sicher auch sehr interessant aussehen.

Hier wurden die verschiedenen Theorien zu ihrer Entstehung gesammelt.

Ich staune und fotografiere, fasziniert von diesem Anblick.

Frühstück gabs an der schönen Hangover Bay.

Und am Lake Thetis konnten wir noch einmal Stromatolithen aus der Nähe betrachten.

Samstag, 21.3.26

Auf dem Caravan Park ist die Hölle los jetzt am Wochenende. Und wir finden Ruhe und Entspannung noch einmal in den Pinnacles.

Okay, genug👋

Am Ende sahen wir noch dieses Männchen.

Sonntag, 22.3.26

Geschafft! Am frühen Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft in Perth.

Unterwegs besuchten wir den Yanchep Nationalpark, ca. 60 km nördlich von Perth und schauten uns die dort lebenden Koalas und Kakadus an. Ich füge nach dem vielen Blau nun etwas Grün dazu.

Darstellung der früheren Lebensweise der Aborigines
Leider kann man mit dem Smartphone keine gelungenen Fotos von Koalas machen
In gepflegter Atmosphäre unserer Sweet home Unterkunft zu speisen war auch mal wieder schön.

Montag,  23.3.26

Frühmorgens haben wir das Auto in die Werkstatt gebracht und sind dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren. Das Western Australia Museum und die Boola Bardip Ausstellung über das Leben und die Geschichte der Aborigines waren erstklassig.

Museumsgebäude im modernen Teil
Die Aborigines gewinnen immer mehr an Bedeutung mit ihrem Wissen zum Umgang mit der Natur
Skellet des Blauwals mit 30 m Länge!

Ich bin zwar kein Stadtmensch, aber Perth gefällt mir gut. Insbesondere der öffentliche Nahverkehr funktioniert super und ist günstig.

Dienstag, 24.3.26

Trockentauchen im Aquarium, unser Vormittagsprogramm…

…und am Nachmittag Botanischer Garten im Kings Park

…mit herrlichem Ausblick auf Perth.

Mittwoch,  25.3.26

Fantastische Ausstellung in der Art Galerie und Sightseeing am Elisabeth Quay, unser Programm für heute.

Foley präsentiert die „Hedonistic Honky Haters“, eine Aktivistengruppe, die in den 1960er Jahren als Reaktion auf den amerikanischen rassistischen Ku-Klux-Klan gegründet wurde. Mit einem subversiven und strategisch aufrüttelnden Ansatz greift sie auf die Kutte und die kegelförmige Kapuze des Klans zurück, um Reflexionen über die Gewalt gegen People of Color in den Vereinigten Staaten, Australien, Afrika und anderswo anzuregen. Dieses Werk hinterfragt die vorherrschenden Darstellungen von Rasse, die von den Medien, Nutzern sozialer Netzwerke und Machthabern im Laufe der Geschichte verbreitet wurden. Es lenkt zudem die Aufmerksamkeit auf extern auferlegte Konstruktionen der Identität der Aborigines, die Foley aktiv ablehnt.

Durchs Outback an die nördliche Küste zum Ningaloo Reef

Hier geht’s zum ersten Teil der Reise.

Dienstag,  10.2.2026

Wir sind zurück in Esperance und genießen den Luxus einer Campkitchen, Duschen und Waschmaschine.

Auch das Auto wird gut durchgespült, denn es liegt ein dickes Regengebiet über dieser Gegend. Leider ist der Toyo nicht ganz dicht. An manchen Stellen dringt Wasser nach innen. Nicht allzu schlimm.

Wir brechen schon um 7 Uhr auf und nutzen die Regen Lücke.

Auf dem Historic School Trail geht es über Grass Patch (Grasfleck)…

…und Salmon gums (Lachsgummi) nach Norseman. Wer sich diese Namen wohl ausgedacht hat?

Planänderung. Wir wollten von Norseman nach Hayden, den berühmten Wave Rock besichtigen. Die letzten Tage hat es jedoch so viel geregnet, dass viele Pisten überflutet sind und unsere Strecke gesperrt war.

Wir haben in Norseman ein Paar gesehen,  die ihr Auto von innen und außen putzen mussten🙄.

Hier gibts Infos zu Kalgoorlie

Wir fahren deshalb weiter nach Kalgoorlie zu Kaffee und Snack und spritzen dort das Auto ab.

Über Menzies geht es nach Osten zum Skulpturen Park Lake Ballard. Wir wurden gewarnt, dass es hier so heiß ist, dass das Brot in einer halben Stunde in der Plastiktüte austrocknet und dass man sich immer wieder runterkühlen muss, hier in der Wüste.

Wir erleben das krasse Gegenteil.

Die Straßen stehen unter Wasser
Mystische Stimmung am Lake Ballard
Die Skulpturen kann man nur aus der Ferne betrachten, denn im Trockensee ist Wasser

Wir genießen es, denn bei Hitze ist hier sicher mehr los und es hat dann unendlich viele Fliegen.

Ein kleiner Exkurs zu den vielen Trockenseen hier in Westaustralien:

Westaustralien ist berühmt für seine riesigen, oft strahlend weißen Salzseen (Playas), die wie Farbtupfer in der kargen Landschaft wirken. Ihre Entstehung ist eine faszinierende Mischung aus uralter Geologie und extremem Klimawandel.
Hier ist der Prozess einfach erklärt:
1. Ein Erbe der Antike (Paläoflüsse)
Vor Millionen von Jahren war Westaustralien kein trockener Kontinent, sondern von üppiger Vegetation und großen Flusssystemen geprägt. Diese sogenannten Paläodrainagesysteme flossen durch das flache Land. Als sich der australische Kontinent vor etwa 30 bis 50 Millionen Jahren nach Norden in trockenere Breitengrade schob, versiegten diese Flüsse langsam.
2. Die Blockade der Abflüsse
Durch tektonische Hebungen und die zunehmende Trockenheit verloren die Flüsse ihre Kraft, das Meer zu erreichen. Das Wasser begann in den flachen Becken der alten Flussläufe zu stehen. Da es keinen Abfluss mehr gab (endorheische Becken), sammelten sich dort Sedimente und gelöste Mineralien.
3. Verdunstung und Salzkonzentration
In den letzten paar Millionen Jahren wurde das Klima immer extremer. Die Verdunstungsrate überstieg die Niederschlagsmenge bei weitem.
* Der Prozess: Regenwasser wäscht geringe Mengen Salz aus den Felsen und dem Boden oder bringt „zyklisches Salz“ vom Ozean über den Wind mit.
* Das Ergebnis: Da das Wasser in den Becken gefangen ist und verdunstet, bleibt das Salz zurück. Über Jahrtausende entstanden so dicke Krusten.
4. Grundwasser-Interaktion
Diese Seen sind heute meistens trocken, aber sie sind „Fenster“ zum Grundwasser. Unter der Oberfläche befindet sich oft extrem salzhaltiges Grundwasser (Sole). Durch Kapillarkräfte steigt dieses Wasser nach oben, verdunstet an der Oberfläche und hinterlässt immer neue Schichten aus Gips und Halit (Steinsalz).
Warum sehen sie so unterschiedlich aus?
* Weiße Seen: Bestehen fast nur aus reinem Salz.
* Rötliche/Braune Seen: Enthalten viele Eisenoxide und Tonsedimente aus der Umgebung.
Ein kleiner Fakt am Rande: Viele dieser Seen füllen sich nur alle paar Jahrzehnte nach massiven Zyklonen im Landesinneren. Dann verwandeln sie sich kurzzeitig in Lebensräume für Tausende von Wasservögeln, bevor die Sonne sie wieder in eine Salzwüste verwandelt.
Viele dieser Seen (wie der Lake Ballard) werden heute auch als Kunstgalerien oder für Geschwindigkeitsrekorde genutzt.

Lake Ballard, hier kann man noch Bilder aus der Nähe und bei Sonne sehen

Der Lake Ballard ist einer der faszinierendsten Salzseen Westaustraliens, da er Naturwunder und moderne Kunst auf einzigartige Weise verbindet.

Donnerstag,  12.2.2026

Am nächsten Morgen geht es wieder früh los, zunächst Richtung Sandstone auf noch geteerter Piste, die irgendwann jedoch in Gravelroad übergeht. Der Untergrund wird immer weicher und laut Karte führt die Strecke durch Trockenseen, die ja bekanntlich momentan alles andere als trocken sind. Da beschließen wir umzukehren und über Menzies und Leonora auf der geteerten Straße weiter Richtung Geraldton zu fahren. Besser so🤗.

Kurz vor Leonora liegt die Gwalia historic mine, die anschaulich zeigt wie die Bergleute um 1900 hier gelebt haben.

In der Region um Kalgoorlie und Leonora befindet sich das Herz der australischen Bergbauindustrie. Die Gegend ist Teil der „Eastern Goldfields“ und weltweit vor allem für ihre gigantischen Gold- und Nickelvorkommen bekannt.

Wir landen dann in Sandstone, einem bezaubernden kleinen Ort, der einen an Western denken lässt.

Carpark Sandstone

Am Abend lässt uns der farbenprächtige Himmel staunen.

Nach drei sehr anstrengenden Tagen durchs Outback spielt das Thema Regen und Kälte keine Rolle mehr.  Jetzt sind wir mit Hitze konfrontiert. Wir sind über Mount Magnet, Yalgoo, Mullewa auf dem Weg an die Küste nach Geraldton. So viele tote Kängurus am Straßenrand 🥴, Opfer der unzähligen Road trains hier auf den Straßen, bis zu 60 Meter lange Trucks, die nicht bremsen können für Tiere.

Leider ist die Klimaanlage im Auto wieder ausgefallen. In Geraldton haben wir mehrere Werkstätten abgeklappert, aber erst in 2 Wochen einen Termin bekommen. So bleibt uns nichts anderes anderes übrig als schwitzen 😓.

Am Coronation Beach etwas nördlich von Geraldton werden wir bis morgen bleiben.

Wir haben nach den vielen Stunden im Auto keine Lust sehr weit zu fahren. So versorgen wir uns in Horrock mit Trinkwasser…

…lassen Luft ab

und finden bei Little Bay (bei Northampton) einen Platz direkt am Strand.

Sonntag, 15.2.26

An der Hutt Lagoon mit seiner pinkfarbenen Erscheinung vorbei, durch den Nationalpark Kalbarri mit seiner schroffen Küste ging es heute auf den Tasman Holiday Park in Kalbarri, wo der Murchinson River angereichert mit roter Erde sich ins Meer ergießt. Ein beliebter Ort für Pelikane.

Kalbarri Nationalpark
Australische Agame, Lophognathus, die allgemein als „Drachen“ bezeichnet werden.

Montag, 16.2.26

Unser heutiges Ziel ist der Shark Bay Marine Park auf der Peron Halbinsel. Wir haben eine Buchung auf dem Whalebone Campsite.

Unterwegs passieren wir Billabong

Am Hamelin Pool staunen wir über die einzigartigen noch lebenden Stromatolithen.

Stromatolithen gehören zu den ältesten Lebensformen der Erde.
Schon vor über 3 Milliarden Jahren existierten ähnliche mikrobielle Gemeinschaften. Sie spielten eine entscheidende Rolle bei der Anreicherung von Sauerstoff in der Erdatmosphäre – lange vor den Dinosauriern.

Was wie einfache Steine im flachen Wasser aussieht, sind lebende Zeugnisse der frühesten Erdgeschichte.
Aus winzigen Mikroben entstehen über Jahrtausende beeindruckende Strukturen – ein Beispiel dafür, wie „aus kleinen Dingen große Dinge wachsen“.

Shell beach, ein Strand aus unzähligen kleinen Muscheln

An der Whalebone Campsite, die Frank unter viel Mühe und langer Wartezeit auf der Nationalpark Seite gebucht hatte, ist es so stürmisch, dass wir bei einer Tasse Kaffee überlegen, ob wir tatsächlich hier bleiben wollen.

Schnell sind wir uns einig, dass es keinen Sinn macht nur im Auto zu sitzen. Wir fahren nach Denham auf den Tasman Caravan Park und sind sehr froh über diese Entscheidung.

Dienstag,  17.2.26

Auf der Peron Halbinsel gibt es Einiges anzuschauen. An der farbenprächtigen Little Lagoon begegnen uns Emus am Morgen.

Australian breakfast gibt’s an der Campsite….

…bevor wir zur Big Lagoon im François Peron Nationalpark aufbrechen. Hier muss wieder der Reifendruck verringert werden.

Big Lagoon

Der nördliche Teil der Halbinsel ist gesperrt, der Zyklon hat auch hier viele Pisten unpassierbar gemacht. 

Mittwoch, 18.2.26

Wir fahren noch einmal in den François Peron Nationalpark, denn wir wollen heute an der Herald Bight Bay übernachten und staunen nicht schlecht als die Strecke ans nördliche Ende geöffnet wurde.

Also los geht’s, der Toyo wühlt sich hoch zum Cape Peron. Einmal mehr schätze ich den V8 Motor des Ozi Toyo.

Die Trockenseen stehen alle noch unter Wasser
Manche Pisten sind nicht befahrbar
Cape Peron, wunderschön

Frühstück gibt es am Skipjack Point…

…und Adlerrochen, Haie, Delfine und Schildkröten. Gebannt schauen wir aufs Wasser.

Herald  Bight Bay, unser Übernachtungsplatz

Donnerstag,  19.2.26

Bei großer Hitze mit Sprühfläschchen im Auto zum abkühlen und vielen kalten Getränken erreichen wir Carnarvon und hüpfen als erstes in den Pool des Coral Coast Holiday Parks. Die nächste Abkühlung gibt es dann im Woolworth beim Einkauf.

Da wir zwei Tage in Carnarvon am Gascoyne River verbringen,  nutzen wir den nächsten Tag um uns die Blowholes am Quobba Beach anzusehen. Auch ein fantastisches Schnorchelgebiet,  Aquarium genannt. Tatsächlich sind wir zum optimalen Zeitpunkt der Tide da und freuen uns über die Vielfalt an Fischen, Rochen, Seesternen und Korallen.

Unser nördlichster Umkehrpunkt ist hier in Exmouth erreicht. Es ist heiß hier. Ich buche uns für 3 Nächte auf dem Ningaloo Caravan Park ein, denn hier gibt es die Möglichkeit sich in der klimatisierten Camp kitchen abzukühlen oder einfach in den Pool zu hüpfen. Die vierte Nacht bekam ich dann geschenkt. Nehmen wir. Von hier aus werden wir Tagesausflüge zum Saumriff Ningaloo unternehmen. Die Strände um Exmouth haben wir uns heute angeschaut und einen Blick auf das Wrack der Mildura geworfen.

Top Pool, sehr willkommen

Heute Sonntag, 22.2.26 war Schnorcheltag. Begonnen an der Lakeside Snorkeling Area, wo man sich von der Strömung treiben lässt zur Oyster Stacks Snorkeling Area, die etwas schwierig beim Ein- und Ausstieg ist, und den krönenden Abschluss an der Turqoise Bay, mit einer der schönsten Strände hier im Cape Range Nationalpark. Und so verlaufen auch die nächsten Tage mit schnorcheln, essen, schlafen.

Oyster Stack, schwieriger Ein-und Ausstieg

Wir freuen uns heute auf Osprey Bay, wo wir eine Nacht gebucht haben. Das Auto wurde mal vom Salz und Schmutz befreit, wir haben gutes Brot genossen und die Vorräte aufgestockt.

Die Kakadus werden uns nicht fehlen, sie machen unglaublichen Lärm

Freitag,  27.2.26

Osprey war unglaublich schön. Beim Schnorcheln habe ich unzählige Schildkröten, Rochen und sogar einen Weißspitzen Riffhai entdeckt und die Vielfalt an Fischen hat uns sehr beeindruckt. 

Gestern fuhren wir offroad bis Winderabandi, wo wir zwei Nächte gebucht hatten.

Ein absoluter Traumstrand und Stellplatz direkt am Meer. Leider sind wir so sehr von Sandflies und Horseflies (Bremsen) gepiesackt worden, dass wir Juckreiz am ganzen Körper hatten und die Nacht mit Kratzen verbrachten. Unsere Nachbarn saßen den ganzen Tag im klimatisierten Offroad Wohnwagen und kamen erst am Abend raus, dafür waren sie dann bis weit nach Mitternacht wach, wohl aus diesem Grund.

Eigentlich traumhaft

So sind wir heute nach einem Schnorchelstopp in Sandy Bay, wo wir erneut von den Biestern attackiert wurden nach Exmouth zurück auf den alt bekannten Ningaloo Caravan Park. In Exmouth haben wir für morgen eine Schnorcheltour, die direkt zum Ningaloo Riff führt, gebucht.

Samstag, 28.2 26

Unsere Schnorcheltour konnte wegen Sturm nicht stattfinden. Wir konnten sie jedoch auf Montag umbuchen. So haben wir diesen heißen Tag (42°Grad) ohne große Aktivitäten verbracht.

Am Abend sind wir allerdings zum Strand gefahren um das Schlüpfen von Schildkröten und ihren Weg ins Meer zu beobachten. Absolut faszinierend!

Montag, 2.3.26

Heute fand unsere Schnorchelttour auf dem Glas Bottom Boat bei bestem Wetter statt.

Ningaloo hat noch erstaunlich viele intakte und riesige tausendjährige Korallenblöcke.

Dienstag, 3.3.26

Die nächsten drei Tage verbringen wir in Maggies Camp direkt am Strand, bewaffnet mit Lotion gegen Sandflies und sonstige Beißer. Hoffentlich hilfts, die letzten sind noch nicht verheilt😏.

Donnerstag,  5.3.26

Durch die mit Termitenhügeln durchsetzte Landschaft…

Die Termiten ernähren sich nicht von Holz, sondern vom Spinifex Gras

…geht es zur nördlichen Route nach Maggies Beach.

Ein fantastischer Ort und nur ein weiteres Paar dort, Christian and Sabrina. Wir genießen den Tag mit schnorcheln, baden, spazieren und aufs Meer schauen.

Besuch am Nachmittag, ein Riesenwaran

Am nächsten Tag jedoch dreht der Wind und kommt aus dem Landesinneren, direkt aus der Wüste, wie ein heißer Fön und bringt Myriaden von Fliegen mit, die in die Augen, Nase, Ohren und Mund kriechen und alle Stellen des Körpers bedecken. Im Auto sind ebenfalls alle Flächen von Fliegen besetzt. Wir verbringen viel Zeit im Wasser, wo ich auch mein Müsli esse. Die Situation hat sich nicht gebessert bis heute. Wir fahren gemeinsam mit Christian und Sabrina nach Coral Bay. Die Beiden wollen sich erholen von den Fliegen und essen gehen. Wir bleiben in Coral Bay auf dem Peoples Park Campingplatz und kümmern uns um eine Buchung für eine Schnorcheltour mit Mantarochen.

Peoples  Park Campingplatz
Coral Bay
Five Fingers Reef

Unser Schorcheltrip findet morgen statt. So schauen wir uns heute das Five Fingers Reef an. Sicherlich eines das man zu den schönsten weltweit zählen kann. Farbenprächtige intakte, ausladende Korallen und unzählige Fische in schillernden Farben und Mustern.

Samstag, 7.3.26

Unsere Ecotour zu drei verschiedenen Schnorchelstopps war absolut beeindruckend. Wir haben mit Haien, Mantas und Schildkröten geschnorchelt und immer wenn man dachte, schöner geht es nicht mehr, setzt das Ningaloo Reef noch eins drauf.

Dienstag, 10.3.26

Noch einmal waren wir für zwei Tage an Maggies Beach bei Wind aus SSW und damit aus Richtung des Meeres. Christian und Sabrina waren noch da. Als wir ankamen herrschte helle Aufregung, ein junges Paar hatte sich mit der Flut vertan. Sie wollten ihr Boot an den Strand ziehen, dabei versank ihr Trailer und die hintere Hälfte des Autos bereits im Meer. Unser Motor war warm, die Reifen auf 20 PSI abgelassen, so hat der gute alte  Toyo mit einem Ruck das Auto befreit. Den Trailer und das Boot konnten sie dann mit Sabrinas und Christians Hilfe selbst heraus ziehen. Zum Dank erhielten Christian und Sabrina den gefangenen Lobster, den sie für uns alle gebraten und geteilt haben. Ein köstliches Essen.

Wir sahen beim Schnorcheln an Maggies Beach Schildkröten, einen Hai, unzählige Rochen, eine Moräne, einen Anemonenfisch und einen Oktopus.

Und nun sind wir bereits in Richtung Süden unterwegs. Das Ende der Reise naht und wir wollen im Landesinneren noch ein paar Highlights anschauen. Heute werden wir es bis Carnarvon schaffen, Lebensmittel aufstocken und Ordnung schaffen im Auto.

Zur Rückreise nach Perth geht’s hier entlang.

Australien der Westen und Süden

Unser Flug von Lankawi nach Kuala Lumpur verlief planmäßig, der Anschlussflug von dort nach Perth war auf 22:30 Uhr geplant und konnte wegen eines Zyklons auf der Strecke nach Perth erst um 3 Uhr nachts starten. Letztendlich war dadurch die Ankunftszeit in Perth etwas günstiger. Wir sind zunächst zum Parkplatz von Max und Lauras Troopy, konnten gleich einkaufen und unser Zimmer in der Great Eastern Motor Lodge beziehen.  Die Lodge liegt sehr günstig, direkt vor der Türe fährt der Bus ins Zentrum. Um die Müdigkeit zu überwinden schwimmen wir eine Runde im Pool.

Australiens Grundnahrungsmittel

Wir sind startklar und fahren die Westküste Richtung Süden. In Freemantle ist unser erster Stopp.

Es ist Sonntag,  4.1.26, in Australien sind Schulferien und es ist sowohl auf den Straßen, als auch in den Ortschaften und insbesondere auf den Campingplätzen voller Menschenmassen. Wir hatten uns einen Carpark in Rockingham ausgesucht, aber sämtliche Campingplätze sind ausgebucht und ohne Vorbuchung keine Chance. Daher nur eine kurze Erfrischung im kristallklaren Indischen Ozean….

Hier werden die Hunde am Strand in die Waschanlage gebracht 😄

…und abseits der Küste bei Jarrahdale im Wald campen wir wild. Diesen Platz hatten Laura und Max gefunden und wir sind froh nicht weiter suchen zu müssen.

Nachdem gestern die Klimaanlage des Bushcampers ausgefallen ist, suchten wir heute morgen eine Werkstatt auf und bekamen für Donnerstag einen Termin. Die Suche nach einem Campingplatz gestaltet sich schwierig, denn die meisten Plätze sind ausgebucht. Im Yalgorup Nationalpark können wir die nächsten zwei Nächte verbringen und treffen noch an der Rezeption auf einen Schwaben aus Heilbronn. Mit ihm werden wir heute Abend bei einem Gläschen Wein zusammen sitzen.

Frühstück am Herron lake, einer Lagune
Martins Tank im Yalgorup Nationalpark, ein Vogelschutzgebiet

Wir hatten zwei sehr nette Tage im Yalgorup NP mit Michael, dem Schwaben und dessen Freundin, der Rangerin des Campgrounds. Und was machen Schwaben wenn sie zusammen treffen? Käsespätzle🤣, ein Genuss.

Little Boat Harbour

Heute gabs Frühstück am Preston Beach.

Noch einmal nach Rockingham in die Werkstatt,  die Klimaanlage checken, bevor es nun tatsächlich nach Süden weiter geht. Östlich von Bunbary liegen einige Seen, die früher Kohleabbaugebiete waren, nicht alle ohne Risiko.

Black Diamond lake
Stockton lake

Wir fahren zum Shotts River,  wo wir wild campen können, denn noch sind Ferien und viele Campsites ausgebucht.

Die nächsten zwei Nächte werden wir in Wrights Bridge im Powlalup Nature Reserve verbringen.

Mittagspause am Glen Mervyn dam

Über Donnybrook und Ballingup führt uns der Blackwood River Drive durch malerische Landschaft und liebevoll kreativ geschmückte Ortschaften.

Balingup
Wrights Bridge im Powalup NP

In Busselton an der Küste kann ich für zwei Nächte eine Campsite buchen. Duschen, Wäsche waschen und einkaufen steht auf dem Programm. Dieser Küstenabschnitt ist sehr beliebt,  der schönen Strände wegen.

Lazy days carpark

Heute haben wir das Cape Naturaliste erkundet. Über Dunsborogh zur Eagle Bay und nach Yallingup.

Meelup beach
Castle Rock

Über Eagle Bay ging es auf die rauhe und heute stürmische Westseite bis Gracetown.

Auf dem Rückweg nach Busselton genießt Frank seine ersten,  leckeren fish and chips in Cowaramub.

Für die nächsten Tage haben wir uns mit Michel aus Heilbronn verabredet. Er steht mit seinem Hillux auf dem idyllischen Gründstück seiner australischen Freunde Greg und Julie. Die Gastfreundschaft ist hier legendär, auch wir wurden willkommen geheißen „as long as you want“.

Auf dem Weg nach Manjimup, wo wir zusammen mit Michel einkaufen wollen, schauen wir uns die Hamelin bay an, wo es mit Glück Stachelrochen zu sehen gibt. Allerdings ist das Wetter stürmisch und keine Rochen zu sehen.

Hamelin Bay
Schwimmkurs in der Hamelin Bay

In Manjimup wartet Michel bereits auf uns, wir kaufen für Kartoffelschnitz und Spätzle und für Gulasch mit Spätzle ein. Zusammen geht es weiter ins ländliche Pemberton.

Kängurus in Gregs Garten
Australian breakfast
Gun and Daisy
Big Brooke Dam

Marron (Flusskrebse), eine Delikatesse, die es nur hier rund um Pemberton gibt.

Besuch im pub, freitags obligatorisch

Michel begleitet uns nach Parry beach

Hier werden die Fische direkt am Strand ausgenommen

Wir bewegen uns weiter östlich über Denmark zum Hay River und legen einen Badestopp bei den fantastischen Elephants rocks ein.

Elephants rocks
Greens pool
Camp am Hay River

East Bay 50 km nördlich von Albany am Two peoples beach.

Nachdem das Wetter in Albany unbeständig war und die Versorgerbatterie des Kühlschranks nach 3 Tagen am Strand leer war, beschließen wir weiter bis Bremer Bay zu fahren. Hier buche ich uns auf der Bremer Bay Beaches Campsite ein, wo wir duschen und Wäsche waschen können. Wir schauen uns alle Strände der Umgebung an, der Little Boat Harbour Strand ist jedoch am schönsten.

Blossom Beach
Native dog Beach
Camp kitchen, eine prima Sache

Busch Feuer verhindern einen Besuch des Fitzgerald Nationalparks. Wir verlängern um eine Nacht in Bremer Bay, verbringen den Tag am Little Boat Harbour Strand…

…und umfahren die Busch Feuer übers Landesinnere Newdegate-Lake King-Ravensthorpe. Passieren viel Busch Land, riesige Weizenfelder und etliche Trockenseen.

Kundip Rest Area, unser Übernachtungsplatz vor Hopetoun

Kaffee am Morgen in Hopetoun

3  miles beach

Mason Bay Community Camp

Wir machen heute einen Ausflug nach Hopetoun, die Batterie muss aufgeladen und unsere Lebensmittelvorräte und Wasserreserven vor der Weiterfahrt aufgestockt werden. Wir schwimmen am örtlichen Strand, wohlwissend dass es hier eine Dusche gibt. Völlig überraschend ist die Stranddusche sogar mit heißem Wasser versorgt. Bei dem kalten Wind hier im Süden sehr willkommen.

Schwimmkurs in Hopetoun

Auf dem Rückweg zur Mason Bay schauen wir uns den Jerdacuttup  Salzsee mit seiner geisterhaften Vegetation an.

Und schon geht’s weiter mit einem Stopp zum Frühstück am Starvation beach und einer Runde schwimmen. Am Munglinup beach, der bereits in der Shire of Esperance liegt entscheiden wir uns zu bleiben und treffen prombt auf Schwaben 😁.

Nach 2 Tagen an diesem paradiesischen Strand und Schnorchelrunden im kalten Meer geht die Fahrt weiter nach Osten. Wir schauen uns den Skippy Rock an…

…und bleiben für eine Nacht am Quagi beach.

Quasi unser Haustier, hat uns immer mal wieder besucht.

Esperance steht nun auf dem Plan. Nach tagelangem Mobilfunkentzug freue ich mich auf Kontakt zur Familie, auf Duschen und frische Wäsche.

Die Strandrunde um Esperance war eine wahre Pracht fürs Auge. Türkisblaues Wasser mit fast weißem Sand.

Am Twilight Beach gabs Haialarm. Everybody out of the water!
So konnten wir in der gut ausgestatteten Camp kitchen unser Gulasch kochen.

Im Nationalpark Cape le Grand lassen wir uns faszinieren von den vermutlich schönsten Stränden der Welt. Kein angeschwemmter Müll, keine Quallen, türkisblaues  Wasser und schneeweißer Sand. Ein Traum😇.

Cape le Grand beach
Hellfire Beach
Thistle cove Beach
Lucky Bay Beach, der beliebteste Strand hier im Süden, wo man mit dem Auto an den Strand fahren darf

Wir sind dabei und genießen unseren Kaffee direkt am Strand.

In den Dünen bei Dunn Rock finden wir einen Platz zum übernachten.

Dunn Rock Beach

In der Nacht beginnt es zu regnen und es herrscht starker Wind.

Wir verabreden mit einem italienisch-australischen Paar über den Rossiter beach zurück zur Lucky bay direkt am Strand zu fahren. Leider scheitert der Pajero schon bald und muss befreit werden.

Da durch den starken Wind viel Weichsand am Strand angeweht wurde, drehen wir um und fahren Richtung Nordosten zum Wharton beach.

Wharton Beach
Gulasch am Strand
Übernachtungsplatz mit Blick auf die Hammer head Bay

An Daniels Beach verbringen wir den nächsten, sehr windigen Tag und auch die Nacht…

…bevor wir bei herrlichem Wetter versuchen am Strand entlang bis zur nächsten Bucht zu gelangen.

Wir treffen auf einen Australier, der richtig Lust drauf hat uns bis zur Schlüsselstelle zu begleiten. Es geht hier über steile Felsen und Tiefsand zur nächsten Bucht. Ohne mich, das ist mir zu riskant mit Max und Lauras Auto. Außerdem ist es an der Schlüsselstelle nicht nur richtig schön, sondern auch beinahe windstill. Immer wenn ich denke schöner geht’s nicht mehr, kommt ein weiterer traumhaft schöner Platz.

Rocky fuhr hoch, stieg an der steilsten Stelle aus, filmt sein Auto und fährt wieder zurück zur Familie🤣

Leider gehen unsere Vorräte zur Neige und wir müssen in den nächsten kleinen Ort mit Tankstellenshop um uns mit dem Nötigsten zu versorgen.

In der Alexander Bay finden wir ein lauschiges Plätzchen zum übernachten und frühstücken am Strand, wo wir einen Banjohai entdecken, der im seichten Wasser dümpelt.

Mit Cape Arid haben wir unseren Umkehrpunkt erreicht.

Wer weiter mitreisen möchte klickt hier : Durchs Inland an die nördliche Küste nach Ningaloo